Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Weltweit Massenkarambolage an Neujahr: Drei Menschen sterben bei Ulm
Nachrichten Polizeiticker Weltweit Massenkarambolage an Neujahr: Drei Menschen sterben bei Ulm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:16 01.01.2013
Nach der Massenkarambolage bei Ulm sperrte die Polizei die Bundesstraße in beide Richtungen. Quelle: Felix Kästle
Anzeige
Ulm

Zwölf Autos seien gegen 1.15 Uhr auf der Bundesstraße 30 bei Ulm-Donaustetten ineinander gefahren.

„Es sieht so aus, als seien alle in dieselbe Richtung gefahren“, sagte ein Polizeisprecher. Ein Geisterfahrer könne höchstwahrscheinlich ausgeschlossen werden, zumal es keine entsprechende Warnmeldung gegeben habe. „Vermutlich hat jemand gebremst, und dann gab es eine Kettenreaktion.“

Zwei 80 Jahre alte Eheleute aus Ulm und ein 20-Jähriger aus dem Kreis Biberach starben noch am Unglücksort. Das Paar saß dem Sprecher zufolge in einem anderen Auto als der 20-Jährige. Dessen Wagen soll ausgebrannt sein. Die Leichen lagen mehrere Dutzend Meter von den Wracks entfernt auf der Fahrbahn.

Der Rettungsdienst brachte die drei Schwerverletzten in eine Klinik: Eine 18-Jährige sowie ein 31-jähriger Autofahrer und dessen 29-jähriger Beifahrer stammen aus dem Kreis Biberach. 13 weitere Menschen kamen mit einem Bus der Feuerwehr in Krankenhäuser. Zehn von ihnen hatten tatsächlich leichte Verletzungen erlitten, drei erwiesen sich als unverletzt, berichtete die Polizei.

Der genaue Unfallhergang sei bislang unklar, sagte der Sprecher. Die Polizei habe einen Gutachter eingeschaltet, um das genaue Geschehen zu ermitteln. Ein Hubschrauber machte Luftaufnahmen. Offen war zunächst, welche Rolle der Nebel bei dem Crash spielte. Spekulationen gab es zudem über zu hohe Geschwindigkeiten.

Den Rettungskräften bot sich ein schreckliches Bild. Die Autos waren rechts und links der vierspurig ausgebauten Straße in die Leitplanken gerast. An einigen Wracks waren die Hecks oder Seiten aufgerissen. Autoteile lagen über mehrere hundert Meter verteilt herum. Noch in der Nacht begannen die Ermittler damit, Spuren zu suchen und zu sichern. Die Feuerwehr baute an der Unfallstelle ein Notfallzelt auf, in dem Betroffene versorgt und betreut wurden. Dabei unterstützen Notfallseelsorger die Einsatzkräfte. Die Beamten stoppten den Verkehr auf der B30 nach dem Unfall in beiden Richtungen.

Marco Krefting, dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein 53 Jahre alter Mann, der am Sonntag in Stuttgart von einem Modellflugzeug am Kopf getroffen worden war, ist seinen schweren Kopfverletzungen erlegen. Er sei bereits am Sonntagmittag im Krankenhaus gestorben, teilte die Polizei am Montag mit.

31.12.2012

Bei der Kollision mit einem Geisterfahrer sind auf der Autobahn 52 im nördlichen Ruhrgebiet zwei Menschen ums Leben gekommen. Sie waren am späten Sonntagnachmittag in der Nähe von Dorsten in Richtung Ruhrgebiet unterwegs, als ihr Auto mit dem eines Falschfahrers zusammenstieß, wie ein Sprecher der Polizei in Münster mitteilte.

30.12.2012

Bei einem Flugzeugunglück am Moskauer Flughafen Wnukowo sind am Samstag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere seien zum Teil schwer verletzt worden, teilte ein Sprecher des Katastrophenschutzes bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz mit.

29.12.2012
Anzeige