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Massenkarambolage auf der A 57: Rauch nahm Autofahrern die Sicht

Massenkarambolage auf der A 57: Rauch nahm Autofahrern die Sicht

Dormagen/Düsseldorf. Vermutlich Brandstifter haben auf der Autobahn 57 zwischen Köln und Düsseldorf eine Massenkarambolage mit einem Toten und 13 Verletzten ausgelöst.

Unter einer Brücke brannten in der Nacht zu Dienstag Plastikrohre. Der dichte Rauch nahm den Autofahrern die Sicht, sechs Laster und 15 Personenwagen krachten ineinander. „Wir gehen aufgrund der Umstände davon aus, dass wir eine Brandstiftung haben müssen“, sagte Polizeisprecher Andreas Czogalla. Die Polizei ermittele in diese Richtung.

Die vielbefahrene Autobahn bleibt nach Angaben von Straßen NRW mindestens bis zum Wochenende zwischen Neuss-Süd und Köln-Nord komplett gesperrt. Der Verkehr wird umgeleitet. Verkehrsminister Harry Voigtsberger (SPD) versprach schnelle Entscheidungen, damit der Verkehr zeitnah wieder fließen könne, wenn auch eingeschränkt. Die Erneuerung der Brücke wird nach ersten Einschätzungen eineinhalb Jahre dauern.

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Dormagen/Düsseldorf. Vermutlich Brandstifter haben auf der Autobahn 57 zwischen Köln und Düsseldorf eine Massenkarambolage mit einem Toten und 13 Verletzten ausgelöst. Unter einer Brücke waren in der Nacht zu Dienstag Plastikrohre in Brand geraten. Der dichte Rauch nahm den Autofahrern die Sicht, sechs Laster und 15 Personenwagen krachten ineinander. Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung.

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Die brennenden Plastikrohre waren auf einem asphaltierten Feldweg unter der Brücke gelagert. Es sei nicht denkbar, dass sich die Rohre selbst entzündet hätten, sagte der Polizeisprecher. „Wir stehen erst am Anfang und müssen die konkreten Umstände der Brandlegung ermitteln“, sagte Staatsanwalt Andreas Ridder. Daten und Ermittlungsergebnisse müssten zusammengetragen werden. Das könne „einige wenige Tage“ dauern.

Auch NRW-Verkehrsminister Harry Voigtsberger geht von einer Brandstiftung aus: Die Rohre seien aus dem schwer entflammbaren Material PE (Polyethylen) gewesen, teilte er am Abend mit. „Um solche Rohre in Brand zu setzen, sind erhebliche Hilfsmittel nötig, sprich:

Brandbeschleuniger“, sagte er nach Angaben einer Sprecherin. Der CDU-Landtagsabgeordnete Olaf Lehne hatte den Minister zuvor aufgefordert, zu erklären, „weshalb feuergefährliches Material ungesichert und für jedermann zugänglich unter einer Autobahnbrücke lagert“ und wer die Verantwortung für diese „fahrlässige“ Lagerung trage.

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehrere hunderttausend Euro. Bei dem Toten handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 29 Jahre alten Mann aus Jüchen, zwei Unfallopfer wurden schwer verletzt.

Hilfskräfte begannen mit der Bergung der Unfallfahrzeuge. Sie zogen Lastwagen und Autos mit einer Seilwinde von der Brücke. Schweres Bergungsgerät konnte wegen der Einsturzgefahr nicht eingesetzt werden.

Während des Wiederaufbaus der Brücke in den nächsten eineinhalb Jahren müssen Pendler mit Behinderungen rechnen. Der besonders stark beschädigte Brückenteil in Fahrtrichtung Köln wird abgerissen, in Gegenrichtung wird die Brücke abgestützt. Die Kosten waren zunächst nicht absehbar.

Die 67 Meter lange Autobahnbrücke wurde 1963 für den Verkehr freigegeben. Täglich fahren rund 70 000 Fahrzeuge über das vierspurige Bauwerk.

dpa

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