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Medienbericht: Möglicherweise blinde Passagiere an Bord der Costa Concordia

Medienbericht: Möglicherweise blinde Passagiere an Bord der Costa Concordia

Rom. An Bord der „Costa Concordia“ waren nach Berichten italienischer Medien womöglich blinde Passagiere. Eine „mysteriöse“ junge Frau soll der Turiner Zeitung „La Stampa“ zufolge kurz vor dem Schiffbruch am Eingang der Kommandobrücke gestanden haben.

Das habe der beschuldigte Kapitän Francesco Schettino vor Ermittlern erwähnt. Offenbar sei die Moldawierin von einem anderen Offizier eingeladen worden, nachts mit auf der Kommandobrücke zu sein.

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Rom. An Bord der „Costa Concordia“ waren nach Berichten italienischer Medien womöglich blinde Passagiere. Eine „mysteriöse“ junge Frau soll der Turiner Zeitung „La Stampa“ zufolge kurz vor dem Schiffbruch am Eingang der Kommandobrücke gestanden haben. Offenbar sei die Moldawierin von einem anderen Offizier eingeladen worden, nachts mit auf der Kommandobrücke zu sein.

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Weil sie nicht im Verzeichnis der Passagiere stehe, werde die junge Frau von den Ermittlern jetzt gesucht, heißt es. Diese gingen davon aus, dass mehrere Personen als eingeladene blinde Passagiere an Bord gewesen sein könnten. Auch andere Medien berichteten von der etwa 25-jährigen Frau.

Für das Personal von Kreuzfahrten sei es kein Geheimnis, dass Kapitän und Offiziere diskret „in gewisser Zahl“ Freunde oder Verwandte auf ihr Schiff einladen könnten, ohne dass diese offiziell registriert seien, schrieb die Zeitung. Diese im Fall der „Costa Concordia“ zu ermitteln, sei nicht unwichtig, denn es könne auch die Verwirrung bei der Zahl der Vermissten erklären.

Schiff soll Insel näher gekommen sein als behauptet

London (dpa) - Das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ soll der Insel Giglio schon vor dem Unfall deutlich näher gekommen sein als der Betreiber behauptet. Bei einer genehmigten Kursänderung im August 2011 sei das Schiff in rund 230 Metern Entfernung von der Insel vorbeigefahren, sagte ein Sprecher des Schiffsinformationsdienstes Lloyd’s List Intelligence am Donnerstag in London. Die Daten deckten sich nicht mit den offiziellen Aussagen der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere.

Deren Chef Pierluigi Foschi habe gesagt, das Schiff sei der Insel bei der geplanten Routenänderung, die im Rahmen eines Festes auf der Insel stattfand, nicht näher als 500 Meter gekommen. Lloyd’s List sammelt Schiffsdaten aus der ganzen Welt und nutzt dabei unter anderem Satellitenbilder und ein Informationssystem, mit dem der Kurs der Boote verfolgt wird.

Auch bei der Frage nach der Schiffskarte zeigt Lloyd’s List Lücken auf: Auf der Karte des britischen Hydrographic Office (UKHO), das für Seekarten zuständig ist, sei der entscheidende Fels nicht aufgeführt. Allerdings werde diese für Fahrten in großer Nähe zum Land wegen ihres Maßstabes auch nicht empfohlen. Der Kapitän der „Costa Concordia“ hatte beklagt, auf seiner Seekarte sei der Fels, an den das Schiff schließlich stieß, nicht zu sehen gewesen. UKHO habe angegeben, man wolle nicht spekulieren, ob es sich bei der Karte, die der Kapitän benutzte, um eine der Behörde gehandelt haben könnte.

dpa

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