Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Mehr als 400 Tote durch Sturzfluten auf den Philippinen

Mehr als 400 Tote durch Sturzfluten auf den Philippinen

Bei Sturzfluten nach schweren Regenfällen sind im Süden der Philippinen mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 375 wurden am Samstagabend (Ortszeit) noch vermisst, berichtete der Zivilschutz.

Voriger Artikel
Vater entführt Kleinkind in Nordrhein-Westfalen
Nächster Artikel
Mehr als 1000 Tote nach Sturzflutkatastrophe auf den Philippinen befürchtet

Der Tropensturm „Washi“ war über Nacht über die Philippinen-Insel Mindanao 800 Kilometer südlich von Manila hereingebrochen. Bei Sturzfluten nach schweren Regenfällen sind im Süden des Landes mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen.

Quelle: dpa

Manila. Der Tropensturm „Washi“ war über Nacht über die Insel Mindanao 800 Kilometer südlich von Manila hereingebrochen, sagte der Bürgermeister von Iligan, Lawrence Cruz. „Die Menschen schliefen schon, als die Sturzflut kam.“ Das philippinische Rote Kreuz meldete am Samstagabend (Ortszeit) 436 Tote. Erst wenige Stunden zuvor hatte der Zivilschutz von 234 Opfern gesprochen.

In mehreren Flüssen schwoll das Wasser in kürzester Zeit an, trat über die Ufer und rauschte in einigen Gemeinden wie eine zehn Meter hohe Wasserwand durch die Straßen. Die Wassermassen rissen viele der oft leicht gebauten Häuser mit. Manche Einwohner konnten sich in letzter Minute auf ihre Dächer retten. Andere sprangen aus dem zweiten Stockwerk in Rettungsboote. Am schwersten getroffen wurden die Städte Cagayan de Oro and Iligan. Helfer bargen allein dort nach Angaben des Militärs 208 Leichen.

dpa7362e4b0581324138505.jpg

Manila. Bei Sturzfluten nach schweren Regenfällen sind im Süden der Philippinen mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 375 wurden am Samstagabend (Ortszeit) noch vermisst, berichtete der Zivilschutz. Der Tropensturm „Washi“ war über Nacht über die Insel Mindanao 800 Kilometer südlich von Manila hereingebrochen.

Zur Bildergalerie

Cely Asinero aus Cagayan de Oro wachte durch das dröhnende Getöse draußen auf und sah die Sturzflut. „Wir mussten beim Haus meines Bruders das Dach aufreißen und hochklettern, sonst wären wir ertrunken“, sagte sie im Radio. „Es war stockdunkel“, sagte Roman Pino, der mit seinen beiden kleinen Kindern auch aufs Dach flüchtete. „Wir haben inbrünstig gebetet. Wir konnten erst nach sechs Stunden runterkommen und haben viele Leichen gesehen.“

Im Fernsehen waren zusammengebrochene Hütten und Häuser zu sehen. Auf dem Meer trieben Holzplanken. Auf der Küstenstraße türmten sich Autos übereinander. Bäume waren entwurzelt, Strommasten umgeknickt.

Nach Angaben des Chefs der Zivilschutzbehörde, Benito Ramos, wurden 400 Menschen in den beiden am schwersten betroffenen Städten gerettet. Hunderte Helfer seien im Einsatz, um nach Verletzten zu suchen. Der Tropensturm zog am Samstag über Mindanao. Er wirbelte mit Geschwindigkeiten von 75 Kilometern in der Stunde.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Weltweit
Am 24. September wird auch in Leipzig ein neuer Bundestag gewählt.

Am 24. September wird auch in Leipzig wieder gewählt. mehr

Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr