Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Weltweit Mehr als 400 Tote durch Sturzfluten auf den Philippinen
Nachrichten Polizeiticker Weltweit Mehr als 400 Tote durch Sturzfluten auf den Philippinen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:49 17.12.2011
Der Tropensturm „Washi“ war über Nacht über die Philippinen-Insel Mindanao 800 Kilometer südlich von Manila hereingebrochen. Bei Sturzfluten nach schweren Regenfällen sind im Süden des Landes mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen. Quelle: dpa
Anzeige
Manila

Der Tropensturm „Washi“ war über Nacht über die Insel Mindanao 800 Kilometer südlich von Manila hereingebrochen, sagte der Bürgermeister von Iligan, Lawrence Cruz. „Die Menschen schliefen schon, als die Sturzflut kam.“ Das philippinische Rote Kreuz meldete am Samstagabend (Ortszeit) 436 Tote. Erst wenige Stunden zuvor hatte der Zivilschutz von 234 Opfern gesprochen.

In mehreren Flüssen schwoll das Wasser in kürzester Zeit an, trat über die Ufer und rauschte in einigen Gemeinden wie eine zehn Meter hohe Wasserwand durch die Straßen. Die Wassermassen rissen viele der oft leicht gebauten Häuser mit. Manche Einwohner konnten sich in letzter Minute auf ihre Dächer retten. Andere sprangen aus dem zweiten Stockwerk in Rettungsboote. Am schwersten getroffen wurden die Städte Cagayan de Oro and Iligan. Helfer bargen allein dort nach Angaben des Militärs 208 Leichen.

Zur Galerie
Manila. Bei Sturzfluten nach schweren Regenfällen sind im Süden der Philippinen mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 375 wurden am Samstagabend (Ortszeit) noch vermisst, berichtete der Zivilschutz. Der Tropensturm „Washi“ war über Nacht über die Insel Mindanao 800 Kilometer südlich von Manila hereingebrochen.

Cely Asinero aus Cagayan de Oro wachte durch das dröhnende Getöse draußen auf und sah die Sturzflut. „Wir mussten beim Haus meines Bruders das Dach aufreißen und hochklettern, sonst wären wir ertrunken“, sagte sie im Radio. „Es war stockdunkel“, sagte Roman Pino, der mit seinen beiden kleinen Kindern auch aufs Dach flüchtete. „Wir haben inbrünstig gebetet. Wir konnten erst nach sechs Stunden runterkommen und haben viele Leichen gesehen.“

Im Fernsehen waren zusammengebrochene Hütten und Häuser zu sehen. Auf dem Meer trieben Holzplanken. Auf der Küstenstraße türmten sich Autos übereinander. Bäume waren entwurzelt, Strommasten umgeknickt.

Nach Angaben des Chefs der Zivilschutzbehörde, Benito Ramos, wurden 400 Menschen in den beiden am schwersten betroffenen Städten gerettet. Hunderte Helfer seien im Einsatz, um nach Verletzten zu suchen. Der Tropensturm zog am Samstag über Mindanao. Er wirbelte mit Geschwindigkeiten von 75 Kilometern in der Stunde.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Spezialkommando der Polizei hat im nordrhein-westfälischen Erkrath ein Kleinkind befreit, das von seinem Vater in Saarbrücken entführt worden war. Der 30-Jährige war nach Angaben der Ermittler vor knapp zwei Wochen mit dem 18 Monate alten Mädchen untergetaucht.

16.12.2011

Grauer Rollkragenpulli, Winterjacke, Jeans und Notizblock: Der einst meistgesuchte Terrorist der Welt hatte am Donnerstag im Pariser Justizpalast seinen großen Auftritt.

15.12.2011

Unterlüß. Auf das Haus eines Pastors und Neonazi-Gegners im niedersächsischen Unterlüß ist in der Nacht zum Donnerstag ein Brandanschlag verübt worden. Menschen kamen durch den Molotow-Cocktail nicht zu Schaden, auch das Gebäude wurde nicht beschädigt.

15.12.2011
Anzeige