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Polizeiticker Weltweit Mehr als 80 Verletzte nach Blitzeinschlag bei Rock am Ring - Festival fortgesetzt
Nachrichten Polizeiticker Weltweit Mehr als 80 Verletzte nach Blitzeinschlag bei Rock am Ring - Festival fortgesetzt
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22:26 04.06.2016
Ein Unwetter hat auf dem Festivalgelände von Rock am Ring zugeschlagen. Ein Blitz verletzte 51 Menschen. Quelle: dpa
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Mendig

Beim Musikfestival «Rock am Ring» in der Eifel hat ein Blitzeinschlag «bis zu 82» Menschen verletzt. Das sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst war von 51 Verletzten die Rede.

Am Samstagabend beschlossen die Veranstalter, das zunächst unterbrochene Festival auf zwei Bühnen wieder fortzusetzen. Zehntausende von Rockfans strömten daraufhin begeistert auf das verschlammte Flugplatzgelände in Mendig. Auf dem Programm stand unter anderem die legendären Red Hot Chili Peppers aus Kalifornien.

Auch am späten Samstagnachmittag war noch ein heftiges Gewitter mit Starkregen über Mendig niedergegangen. Dabei fiel auch kurzzeitig die Stromversorgung aus. Danach entschlossen sich einige Festival-Besucher zur Abreise. Die meisten aber harrten aus und wurden am Samstagabend noch einmal belohnt. Insgesamt kamen rund 90.000 Rockfans in die Eifel. Die Besucher des Zwillingsfestivals «Rock am Park» in Nürnberg erlebten ebenfalls Gewitter und starken Regen.

Ein Gewitter hatte am Freitagabend direkt über dem Flugplatz Mendig in Rheinland-Pfalz zugeschlagen. Die Musiker-Auftritte wurden etwa 90 Minuten unterbrochen. Zwei Verletzte mussten nach dem Einschlag reanimiert werden. Bereits vergangenes Jahr gab es nach Blitzeinschlägen 33 Verletzte.

Vor allem in Teilen von Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erwartete der DWD am Samstag weiter heftige Gewitter mit Starkregen. Örtlich müsse mit 25 bis 40 Litern Regen pro Quadratmeter gerechnet werden.

In Baden-Württemberg mussten im besonders betroffenen Ort Schwäbisch Gmünd am Samstag zeitweise 23 Menschen aus fünf Häusern ihre Wohnungen verlassen. Ein vom Regen gelockerter Berghang drohte auf sie zu stürzen. Regen unterspülte zudem viele Straßen im Land und ließ Gewässer über die Ufer treten. Die Landesregierung versprach Soforthilfen für die Opfer der Flut und will vorsorgen - denn die Gefahr neuer Unwetter ist laut Vorhersagen noch nicht gebannt.

LVZ

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