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Mühsame Aufräumarbeiten nach Zugunglück - Ermittler suchen Ursache

Mühsame Aufräumarbeiten nach Zugunglück - Ermittler suchen Ursache

Nach dem Zugunglück in Mannheim mit 35 Verletzten suchen die Ermittler nach dem Auslöser. Ein Güterzug hatte am Freitag einen Eurocity mit 250 Passagieren gerammt - zwei Waggons mit 110 Menschen kippten um.

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Mit Hilfe eines Krans wird die Lok eines Güterzugs aus dem Gleisbett gehoben.

Quelle: dpa

Mannheim. Am Wochenende ließ die Bahn die Unfallstelle nahe des Hauptbahnhofs mit Hilfe zweier 75-Tonnen-Kräne aus Leipzig und Fulda räumen. Wann der Betrieb wieder reibungslos läuft, ist noch unklar.

Im Mai hatte die Bahn in Leipzig den ersten von fünf neuen Notfall-Kranzügen in Betrieb genommen. Das Fahrzeug mit 160 Tonnen Tragkraft wurde dafür angeschafft, dass blockierte Strecken nach Unfällen oder Unwettern schnell geräumt werden können.

Fotos von der Inbetriebnahme des Notfall-Krans im Mai in Leipzig

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Mannheim. Nach dem Zugunglück in Mannheim mit 35 Verletzten suchen die Ermittler nach dem Auslöser. Ein Güterzug hatte am Freitag einen Eurocity mit 250 Passagieren gerammt - zwei Waggons mit 110 Menschen kippten um. Am Wochenende ließ die Bahn die Unfallstelle nahe des Hauptbahnhofs mit Hilfe zweier 75-Tonnen-Kräne aus Leipzig und Fulda räumen. Wann der Betrieb wieder reibungslos läuft, ist noch unklar.

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Der Güterzug hatte auch gefährliche Chemikalien geladen. Wie durch ein Wunder kam niemand ums Leben. Laut Bundespolizei wurden vier Menschen schwer verletzt.  

Bei der Suche nach der Ursache ermittelt die Polizei in „alle Richtungen“. Dies könnte einige Zeit dauern. Experten der Bundespolizei und der Unfalluntersuchungsstelle des Bundes sicherten am Wochenende Spuren. Die Spezialisten beschäftigt vor allem die Frage, warum der Güterzug den Eurocity seitlich rammte. 

Laut Bundespolizei wird geprüft, ob dabei eine Weiche eine Rolle spielte. Die Bahn-Spezialisten überprüften unter anderem den Betriebsablauf. Außerdem müsse untersucht werden, ob die Signale und die Fahrzeuge richtig funktionierten, sagte eine Sprecherin der Untersuchungsstelle des Bundes. Ob der Lokführer des Güterzugs zum Bremsen aufgefordert worden war, konnte am Sonntag niemand sagen. Inzwischen sei der Güterzug bis auf die Lok abtransportiert, sagte ein Bahnsprecher am späten Sonntagnachmittag.

Reparaturarbeiten werden voraussichtlich bis Anfang kommender Woche dauern

Zudem sei der letzte entgleiste Waggon des Personenzuges geborgen worden. „Unsere Leute sind jetzt dabei, die beiden umgestürzten Waggons aufzurichten.“ Die Arbeiten dauerten voraussichtlich bis in die Nacht zum Montag, anschließend könnten die beschädigten Gleisanlagen, die Signaltechnik und die Oberleitungen instand gesetzt werden. 

„Die Reparaturarbeiten werden voraussichtlich bis Anfang kommender Woche dauern. Bis dahin müssen sich Reisende noch auf geringfügige Einschränkungen im Zugverkehr rund um den Mannheimer Hauptbahnhof einstellen“, hieß es bei der Bahn. An dem Bahnhof in Mannheim mit zehn Gleisen - einem zentralen Knotenpunkt vor allem im Fernverkehr quer durch Deutschland - kam es am Wochenende zu Verspätungen. Weil das Tempo der beiden Züge bei der Fahrt in den Hauptbahnhof gedrosselt gewesen war, lief der Unfall noch recht glimpflich ab. Fünf der neun Wagen des Eurocitys entgleisten laut Bahn, zwei davon stürzten um. Der Güterzug auf dem Weg von Duisburg nach Ungarn hatte laut Bundespolizei zwei Gefahrgut-Container geladen.

Diese seien aber nicht beschädigt worden. Das zuständige niederländische Unternehmen ERS Railways verwies auf Nachfrage zum Inhalt der Container auf die Ermittler in Mannheim. In einer Stellungnahme hieß es, man biete bei der Aufklärung volle Kooperation an und sorge sich um die Verletzten. Die 250 Passagiere des EC 216, der von Graz nach Saarbrücken wollte, waren in der Nacht aus den Waggons befreit worden. Nach Angaben der Bundespolizei kamen insgesamt 14 Verletzte in Krankenhäuser. Lebensgefahr bestand bei keinem der Beteiligten.

dpa / maf

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