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Mutmaßliche IS-Terroristen planten Anschlag in Düsseldorf

Drei Festnahmen Mutmaßliche IS-Terroristen planten Anschlag in Düsseldorf

Am Donnerstag ist eine mutmaßliche Terrorzelle des „Islamischen Staates“ (IS) in Deutschland ausgehoben worden. Die Bundesanwaltschaft ließ drei Männer festnehmen, einen davon in Brandenburg. Die Syrer sollen einen Sprengstoff-Anschlag geplant haben.

Beim Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wurde am Donnerstag ein Terrorverdächtiger dem Haftrichter vorgeführt.

Quelle: dpa

Karlsruhe/Leipzig. Ein Terroranschlag des „Islamischen Staates“ (IS) in Deutschland ist offenbar nur knapp verhindert worden. Wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstag bestätigte, wurden drei Männer aus Syrien festgenommen, die eine Sprengstoff-Attacke in der Altstadt von Düsseldorf geplant haben sollen. Zwei der Selbstmordattentäter wollten sich demnach auf der Heinrich-Heine-Allee mit einer Sprengweste in die Luft jagen. „Anschließend sollten weitere Attentäter möglichst viele Passanten mit Gewehren und weiteren Sprengsätzen töten“, so die Bundesanwaltschaft.

Mutmaßliche IS-Terroristen planten Anschlag in Düsseldorf - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Die Verdächtigen Hamza C. (27), Mahood B. (25) und Abd Arahman A. K. (31) hielten sich laut Bundesanwaltschaft in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg auf. Ihre Wohnungen wurden von der Polizei durchsucht. „Es liegen keine Hinweise dafür vor, dass die Beschuldigten bereits mit der Umsetzung ihres Anschlagsplanes konkret begonnen hatten“, so die Ermittlungsbehörde. Sie wirft den Männern vor, im Namen der Terrorvereinigung „Islamischer Staat Irak und Großsyrien (ISIG)“ gehandelt zu haben.

Syrer kamen über die Balkanroute nach Deutschland

Zwei der Verdächtigen sollen nach einem Vorab-Bericht von Spiegel Online bereits 2015 über die Balkanroute nach Deutschland gekommen sein. Sie schlossen sich laut Bundesanwaltschaft im Frühjahr 2014 in Syrien dem ISIG an und reisten „unter Billigung der ISIG-Führung“ im Mai 2014 in die Türkei, anschließend im März und im Juli 2015 über Griechenland in die Bundesrepublik. Hier sollen Saleh A. und Hamza C. bis Januar 2016  ihren Komplizen Mahood B. überzeugt haben, sich an dem Anschlag zu beteiligen. Abd Arahman A. K. sollte die Sprengwesten herstellen, so die Ermittler. Er war bereits im Oktober 2014 auf Befehl des ISIG nach Deutschland gereist, um sich an dem geplanten Anschlag zu beteiligen.

Der Terroranschlag sollte die Düsseldorfer Altstadt treffen.

Quelle: dpa

Auf die Spur der mutmaßlichen Terrorgruppe kamen die Ermittler durch Saleh A., der bereits in Frankreich in Untersuchungshaft sitzt. Der 25-Jährige offenbarte die Pläne demnach bereits Anfang Februar gegenüber den französischen Strafverfolgungsbehörden. Diese informierten danach ihre deutschen Kollegen. Sie vernahmen den Mann und sollen seine Angaben für so glaubhaft gehalten haben, dass sie jetzt zuschlugen. Die Bundesanwaltschaft bemüht sich um die Auslieferung des 25-Jährigen.

Behörden: Keine Verbindung zur EM in Frankreich

Die Bundesanwaltschaft wirft den Männern die Verabredung zu einem Verbrechen vor. Drei der Männer werde zudem die Mitgliedschaft in der ISIG, Abd Arahman A. K. auch in der dschihadistisch-salafistischen Jabhat al-Nusra vorgeworfen. Gegen den vierten Mann wird wegen der Unterstützung ermittelt. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs erließ Haftbefehle gegen die Männer. Die Behörden betonten, dass die Festnahmen nicht im Zusammenhang mit der bevorstehenden Fußball-EM in Frankreich stehen.

Robert Nößler

Düsseldorf Heinrich-Heine-Allee 51.227135 6.77683
Düsseldorf Heinrich-Heine-Allee
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