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Mutmaßlicher Terroranschlag in Hessen von der Polizei vereitelt – zwei Festnahmen

Mutmaßlicher Terroranschlag in Hessen von der Polizei vereitelt – zwei Festnahmen

Bei einer Durchsuchungsaktion in Oberursel nördlich von Frankfurt sind in der Nacht zum Donnerstag ein Mann und eine Frau festgenommen worden. Es seien eine Wohnung und ein Auto durchsucht worden, sagte ein Sprecher des hessischen Landeskriminalamts (LKA).

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Sprengstoffexperten und Beamte der Spurensicherung vor einer Wohnung in einem Appartmentkomplex in Oberursel (Hessen)

Quelle: dpa

Wiesbaden/Oberursel. Medienberichte, mit der Polizeiaktion sei ein Terroranschlag vereitelt worden, bestätigte er nicht.

Auch für Berichte, nach denen die Festgenommenen einen salafistischen Hintergrund und Kontakt zur Terrororganisation Al Kaida haben sollen, und dass eine Rohrbombe, Waffen und Munition sichergestellt worden seien, gab es bis zum Mittag keine Bestätigung.  In der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an einer viel befahrenen Straße waren am Mittag Spezialisten der Spurensicherung in weißen Anzügen und mit Mundschutz bei der Arbeit. Bewohner des Hauses  sagten, sie hätten von der nächtlichen Aktion nichts mitbekommen. 

Nach Informationen des Privatsenders Hitradio FFH soll ein Anschlag auf das traditionelle Radrennen rund um Frankfurt am Freitag geplant gewesen sein. Auch dazu wollte sich der LKA-Sprecher nicht äußern. Das internationale Rennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ ist ein Klassiker quer durch den Taunus mit Ziel Frankfurt. Angelika Müller, Pressesprecherin des Veranstalters: "Auskunft gibt nur die Polizei. Wir wissen im Moment auch nichts, nur dass da irgendwas ist.“ 

Nach einem Bericht der „Welt“ handelt es sich bei den Festgenommenen um ein Ehepaar, das seit einigen Tagen von einem mobilen Einsatzkommando observiert wurde. Das Paar sei ins Visier der Ermittler geraten, weil es Ende März in einem Frankfurter Baumarkt eine ungewöhnlich große Menge Wasserstoffperoxid und Spiritus gekauft und dabei einen falschen Namen angegeben habe. Wasserstoffperoxid sei in der Vergangenheit von terroristischen Gruppierungen wie der Sauerland-Zelle als Basis für Sprengstoff verwendet worden. 

Der Mann habe Kontakte in die salafistische Szene in Frankfurt und zum Terrornetzwerk Al Kaida, berichtete die „Welt“. In der Wohnung habe die Polizei eine fertig gebaute Rohrbombe mit Utensilien für die Zündung sowie ein Sturmgewehr und scharfe Munition sichergestellt.

LVZ

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