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Polizeiticker Weltweit Neue Autobahnbrücke stürzt teilweise ein – mindestens ein Toter
Nachrichten Polizeiticker Weltweit Neue Autobahnbrücke stürzt teilweise ein – mindestens ein Toter
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22:44 15.06.2016
In Bayern ist am Mittwoch eine neue Autobahnbrücke eingestürzt. Quelle: dpa
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Werneck

Der Neubau einer Brücke für die vielbefahrene Autobahn 7 ist in Unterfranken eingestürzt und hat mindestens einen Bauarbeiter in den Tod gerissen. Das bestätigten Polizei und Bayerns Innenministerium. Zunächst war von «mehreren» Toten die Rede gewesen. Zudem wurden mindestens sechs der Arbeiter schwer und weitere leicht verletzt. Rettungshubschrauber sowie Hundestaffeln waren im Einsatz. Hinzu kamen mehr als 150 Helfer von Rettungsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Die Polizei richtete ein Info-Telefon für Angehörige ein.

Ein Teilstück der neuen Brücke war auf einer Länge von 40 Metern eingestürzt und hatte mehrere Arbeiter mit sich gerissen. «Wir können nicht ausschließen, dass sich unter den Trümmern noch weitere Personen befinden», sagte ein Polizeisprecher.

Insgesamt arbeiteten 20 Arbeiter auf der Baustelle. Die Fahrbahn des neuen Brückensegments stürzte rund 20 Meter in die Tiefe. Dabei stürzte auch ein Baugerüst ein. Das Unglück ereignete sich direkt über einer Landstraße, die unter der Brücke entlang führt. Ob dort Autos fuhren, als das Brückenteil herabstürzte, war zunächst unklar.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zeigte sich sehr betroffen über das Unglück. «Den Angehörigen spreche ich mein tiefstes Beileid aus. Den Verletzten wünsche ich eine schnelle Genesung», sagte er nach Mitteilung seines Ministeriums.

Die betroffene Talbrücke Schraudenbach nahe Werneck zwischen der Raststätte Riedener Wald und dem Kreuz Schweinfurt/Werneck ist etwa 50 Jahre alt und gilt als marode. Sie soll abgerissen und neu errichtet werden.

Der Verkehr auf der Autobahn 7 sei von dem Unglück nicht direkt betroffen, da er noch über die alte Brücke laufe, sagte die Polizei. Wegen Schaulustiger sei ein Stau entstanden, es bestehe jedoch keine Gefahr für den laufenden Verkehr.

LVZ

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