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Polizeiticker Weltweit Rügen: Erneut muss die Suche nach dem verschütteten Mädchen abgebrochen werden
Nachrichten Polizeiticker Weltweit Rügen: Erneut muss die Suche nach dem verschütteten Mädchen abgebrochen werden
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17:52 07.01.2012
Ein Spezialbagger sucht an der schwer zugänglichen Unglücksstelle am Kap Arkona auf Rügen nach der zehnjährigen Katharina aus Nordbrandenburg Quelle: dpa
Kap Arkona

Wenn die Hunde anschlagen, sollen die Bergungsarbeiten mit einem Spezialbagger wieder aufgenommen werden. „Wenn wir morgen die Hunde laufen lassen und keine Feststellung haben, dann glaube ich, werden wir an dieser Stelle aufhören müssen,“ sagte Einsatzleiter Daniel Hartlieb am Samstagabend. „Wir haben danach keine Anhaltspunkte mehr“.

Leichenspürhunde hatten am Samstagmorgen an einer Stelle vor dem Kliffhang von Kap Arkona angeschlagen und damit Hinweise auf Blut oder Verwesungsgeruch gegeben. Ein Baggerführer trug daraufhin vorsichtig Schichten des Geröllberges am Strand ab. Bis zum Abend wurde nach Angaben der Helfer auf einer Fläche von 500 Quadratmetern Kreide und Erdmassen abgetragen. Trotzdem blieb die Suche nach der Leiche des Mädchens erfolglos.

Kap Arkona. Helfer konnten das nach einem Steilküstenabbruch auf Rügen verschüttete Mädchen am Samstag noch immer nicht bergen. Am Sonntag sollen Spürhunde erneut den Geröllberg am Strand absuchen. „Wenn wir die Hunde laufen lassen und keine Feststellung haben, dann glaube ich, werden wir an dieser Stelle aufhören müssen,“ sagte Einsatzleiter Daniel.

Die zehnjährige Katharina aus Nordbrandenburg war am zweiten Weihnachtsfeiertag bei einem gemeinsamen Spaziergang mit ihrer Mutter und der 15-jährigen Schwester bei dem Steilküstenabbruch am Kap Arkona verschüttet worden. Mutter und ältere Schwester wurden verletzt geborgen.

Noch am Vormittag waren die Helfer zuversichtlich gewesen, bis zum Abend das Kind gefunden zu haben. Spürhunde hatten beim Gang über die Geröllmassen angeschlagen. „Sie gaben ganz deutliche Signale“, sagte Hartlieb der dpa. „Ein Hund hat sich sogar an einer Stelle hingesetzt“ , betonte er. Das ist für die Hundeführer ein deutliches Zeichen für Blut oder Verwesungsgeruch. Zugleich räumten die Experten ein, auch die gut trainierten Hunde könnten sich irren. „Auch Tiere können Fehler machen“, sagte Hundeführer Holger Gronow.

„Wir gehen weiter davon aus, dass wir das Mädchen hier finden“, zeigte sich Hartlieb zuversichtlich. Wenn ein Hund anschlage, hätten die Helfer auch eine Pflicht, weiter zu suchen. „Solange ein Hund anschlägt, gehen wir davon aus, dass es dort ist“.

15 Feuerwehrleute und Helfer des Technischen Hilfswerkes behielten während der Arbeiten den Steilhang über der Unglücksstelle im Auge, um bei ersten Anzeichen eines weiteren Abbruches sofort reagieren zu können. Im Dunkeln kann der Hang nicht beobachtet werden, daher konnten die Arbeiten in der Nacht nicht fortgesetzt werden.

dpa

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