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Schüler springen auf A 7 aus brennendem Reisebus - „Das war knapp“

Schüler springen auf A 7 aus brennendem Reisebus - „Das war knapp“

Der Sprung aus dem Busfenster rettet den Schülern am Samstagmorgen das Leben. Sie sind auf dem Rückweg von einer Skireise im Allgäu. Auf der Autobahn 7 bei Soltau qualmt es plötzlich im Bus.

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Sie sind auf dem Rückweg von einer Skifreizeit. Plötzlich steht der Bus in Flammen. Die Schüler schlagen die Scheiben ein und springen nach draußen - was ihnen das Leben rettet. Am Ende werden nur acht bei dem Unglück auf der A7 leicht verletzt.

Quelle: dpa

Soltau. Der Fahrer hält sofort auf dem Seitenstreifen, doch der Bus brennt innerhalb kurzer Zeit lichterloh. Die 17- bis 19-Jährigen im hinteren Teil schaffen es nicht mehr zur Tür: Sie schlagen die Scheiben ein und springen in Panik aus dem brennenden Fahrzeug.

„Das war wirklich knapp“, sagt Polizeisprecher Peter Hoppe. „Der Bus hat sehr, sehr schnell in Flammen gestanden.“ Doch alle Passagiere können sich gerade noch rechtzeitig retten: neben den 39 Schülern einer Hamburger Handelsschule, fünf Lehrer und der Busfahrer. Acht von ihnen kommen mit Schnittverletzungen und Rauchvergiftungen ins Krankenhaus. Der Bus brennt vollständig aus. Die Ermittler vermuten einen technischen Defekt.

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Soltau. Der Sprung aus dem Busfenster rettet den Schülern am Samstagmorgen das Leben. Sie sind auf dem Rückweg von einer Skireise im Allgäu. Auf der Autobahn 7 bei Soltau qualmt es plötzlich im Bus. Der Fahrer hält sofort auf dem Seitenstreifen, doch der Bus brennt innerhalb kurzer Zeit lichterloh.

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Doch was passiert wäre, wenn die jungen Leute nicht so schnell reagiert hätten, wollen sich die Rettungskräfte gar nicht ausmalen. „Das ist das große Glück im Unglück, dass es keine Rentner auf Kaffeefahrt waren“, meint Feuerwehrsprecher Stephan Meier. Denn ob ältere Leute oder kleine Kinder den rettenden Sprung geschafft hätten, ist fraglich. Sofort sind die Bilder der schrecklichen Buskatastrophe auf der Autobahn 2 bei Hannover im November 2008 wieder präsent. Damals hatten die Passagiere, unter denen vor allem alte Menschen waren, keine Chance. 20 starben, 13 wurden verletzt.

Die Aufmerksamkeit der Hamburger Schüler rettet ihnen am Samstag wahrscheinlich das Leben. Es ist kurz nach 3.00 Uhr, nur noch eine Stunde Fahrt bis Hamburg. Da bemerken einige der jungen Leute Flammen und starken Rauch bei der Toilette und Küche des Reisebusses. Die Alarmanlage, die seit einiger Zeit Vorschrift ist, geht los. Der 45 Jahre alte Busfahrer stoppt auf dem Standstreifen. Ein Lastwagenfahrer eilt zur Hilfe und informiert den Notruf.

Kurze Zeit später treffen 120 Feuerwehrleute, Notärzte und Sanitäter ein. Vier Stunden lang kämpfen sie gegen die Flammen und versorgen die jungen Leute. Mehrere Notfallseelsorger kümmern sich um die geschockten Schüler. Während acht von ihnen leicht verletzt ins Krankenhaus kommen, können die anderen ihre Reise mit einem neuen Bus fortsetzen. Einige Eltern haben sich auch selbst auf den Weg gemacht, um ihre Kinder am Unglücksort abzuholen. „Dann sah man richtig, wie die Schüler zusammengesackt sind und froh waren, in den Armen der Eltern zu liegen“, erzählt Hoppe.

Die Polizei hat das ausgebrannte Wrack beschlagnahmt und von einem Bergungsunternehmen abschleppen lassen. Spezialisten sollen es in der nächsten Woche untersuchen, um die Ursache für das verheerende Feuer zu klären. Auch die Höhe des Schadens stand zunächst nicht fest. Die Autobahn 7 war am Morgen zwischen Bispingen und Evendorf während der Räumungsarbeiten mehrere Stunden lang gesperrt. Am Vormittag konnte der Verkehr aber schon wieder über zwei Spuren rollen.

Irena Güttel, dpa

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