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Sicherheitsmitarbeiter soll Terroranschlag in Hannover geplant haben

Abgesagtes Länderspiel in Hannover Sicherheitsmitarbeiter soll Terroranschlag in Hannover geplant haben

Mehr als vier Wochen nach dem wegen Terrorhinweisen abgesagten Länderspiel in Hannover haben Spezialkräfte der Polizei am Donnerstag eine Wohnung in Hannover-Misburg durchsucht. Ein junger Mann steht in Verdacht, einen Anschlag auf das Fußball-Länderspiel geplant zu haben.

Polizisten im Stadion von Hannover (Archivfoto)
 

Quelle: dpa

Hannover. Mehr als vier Wochen nach dem wegen Terrorhinweisen abgesagten Länderspiel in Hannover haben Spezialkräfte der Polizei am Donnerstag eine Wohnung in Hannover-Misburg durchsucht. Nach Informationen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ steht ein junger Mann in Verdacht, einen Anschlag auf das Fußball-Länderspiel geplant zu haben.

Die zum großen Teil vermummten Beamten fuhren gegen 6 Uhr mit vier Bullis vor dem Einfamilienhaus in der Kanalstraße vor. Drei Stunden lang durchsuchten die Polizisten im Auftrag der Generalbundesanwaltschaft die an eine Frau und deren Sohn vermietete Wohnung. „Die haben den Jungen mitgenommen. Nach zwei Stunden war er wieder da“, sagte ein Nachbar der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. „Der Beschuldigte ist verdächtigt, gemeinsam mit weiteren, nicht näher bekannten Personen einen Anschlag auf das Fußballländerspiel am 17. November 2015 in Hannover geplant zu haben“, teilte die Bundesanwaltschaft auf Anfrage der Zeitung mit.

Wie der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, war der junge Mann gelegentlich als Ordner im Stadion in Hannover tätig. Am Abend des Länderspiels soll er in der Arena gewesen sein, obwohl er nicht im Dienstplan stand. Nach Angaben des Magazins soll seine Lehrerin gesagt haben, der junge Mann habe geplant, nach Syrien auszureisen.

Am Abend des 17. November waren bei den deutschen Sicherheitsbehörden konkrete Hinweise auf einen Terroranschlag auf das Länderspiel eingegangen. Vier Männer und eine Frau planten demnach, drei Sprengsätze im Stadion zu zünden. Ein weiterer sollte an einer Bushaltestelle detonieren. Eine vierte Bombe sollte zeitversetzt an einem Bahnhof explodieren. Die Sprengsätze sollten mit Fahrzeugen, die eine Zugangsberechtigung für das Stadion hatten, beispielsweise die wagen des Sicherheitspersonals, die Rettungswagen oder die Fahrzeuge der Catering-Firma, in die Arena gebracht werden. Die Anschläge sollten von dem Anführer der Gruppe, der einen deutschen Pass besitzen soll, im Stadion gefilmt werden.

Von Tobias Morchner

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