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Süßigkeiten-Automat erschlägt 18 Monate altes Kind in Wuppertal - Betreiber freigesprochen

Süßigkeiten-Automat erschlägt 18 Monate altes Kind in Wuppertal - Betreiber freigesprochen

Der Prozess um den tragischen Tod eines kleinen Jungen unter einem umstürzenden Süßigkeiten-Automaten ist mit einem Freispruch für die beiden Automatenbetreiber ausgegangen.

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er Prozess um den tragischen Tod eines kleinen Jungen unter einem umstürzenden Süßigkeiten-Automaten ist mit einem Freispruch für die beiden Automatenbetreiber ausgegangen.

Quelle: dpa

Wuppertal. Im Oktober 2008 war der 150 Kilogramm schwere Automat auf das anderthalb Jahre alte Kind gestürzt und hatte es vor den Augen seines Vaters erschlagen. Den beiden 38 und 74 Jahre alten Betreibern, die wegen fahrlässiger Tötung vor dem Wuppertaler Amtsgericht angeklagt waren, konnte keine strafrechtliche Verantwortung nachgewiesen werden, teilte eine Gerichtssprecherin am Freitag mit.

Der ältere der beiden Angeklagten hatte den 1996 aufgestellten Automaten als erster betrieben, das Geschäft 2008 an den jüngeren übergeben. Letzter hatte das Gerät nach eigener Aussage vier Tage vor dem Unfall gefüllt und wie in den vielen Jahren zuvor nichts Auffälliges bemerkt. Der Automat habe beim Öffnen fest gestanden. Einen Tag vor dem Unfall jedoch war er fast gestürzt und von Anwesenden mühsam wieder aufgerichtet worden. Wer aber strafrechtlich für die nicht fachgerechte Aufstellung des Geräts Verantwortung hat, ließ sich für das Gericht nicht feststellen. Die Staatsanwaltschaft hatte ebenfalls auf Freispruch plädiert: Nach 34 Zeugenaussagen sei man „am Ende der Erkenntnismöglichkeiten“.

Die Ermittlungen in dem Fall waren zweimal eingestellt und erst nach Beschwerden der Eltern wieder aufgenommen worden. Sie traten als Nebenkläger auf und hatten selbst akribisch geforscht, was zu dem Tod ihres kleinen Jungen geführt haben könnte. Als sich der Freispruch abzeichnete, verließen sie vor der Urteilsverkündung das Gericht.

dpa

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