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Taucher finden zwei weitere Leichen in der Costa Concordia - kein Kontakt zu sechs Deutschen

Taucher finden zwei weitere Leichen in der Costa Concordia - kein Kontakt zu sechs Deutschen

Rom.  Taucher haben zwei Leichen im havarierten Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ gefunden. Die Toten seien im überfluteten Heckteil des Schiffes entdeckt worden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag.

Die zwei älteren Männer seien mit Schwimmwesten in einer Kabine gefunden worden. Damit steigt die Zahl der Todesopfer des Schiffbruchs vor der toskanischen Küste auf fünf. Nähere Angaben zur Herkunft der Opfer gab es zunächst nicht.

Nach einem koreanischen Paar ist am Sonntag auch ein dritter Überlebender aus dem vor der toskanischen Küste havarierten Kreuzfahrtschiff befreit worden. Es handele sich um ein Besatzungsmitglied, das auf dem dritten Deck der „Costa Concordia“ eingeschlossen gewesen sei, berichtete Ansa. Die Zahl der Vermissten hat sich mittlerweile auf 17 verringert. Unklar ist, wieviele Vermisste noch an Bord sein könnten oder aber im Chaos der Rettungsaktionen nicht registriert worden sind.

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Rom. Taucher haben zwei Leichen im havarierten Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ gefunden. Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag. Damit steigt die Zahl der Opfer des Schiffbruchs vor der toskanischen Küste auf fünf. An Bord der Costa Concordia sind nach Angaben des Veranstalters Costa Kreuzfahrten wahrscheinlich keine Deutschen mehr.

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An Bord der Costa Concordia sind nach Angaben des Veranstalters Costa Kreuzfahrten wahrscheinlich keine Deutschen mehr. „Nach Lage der Dinge gehen wir nicht davon aus“, sagte Sprecher Werner Claasen am Sonntag. Zwischen 40 und 50 der 560 deutschen Passagiere seien vermutlich noch in Italien. Zu sechs von ihnen habe das Unternehmen keinen Kontakt. Die Rückreise organisiere Costa unter anderem zusammen mit dem Auswärtigen Amt. An welchen Flughäfen die Reisenden landen werden, wollte der Sprecher nicht sagen.

Blackbox des Schiffs wird untersucht

„Viele Leute haben keine Pässe mehr“, sagte Claasen. Die Passagiere seien aus ganz Deutschland gekommen. Es gebe jedoch keinen regionalen Schwerpunkt. Genaue Angaben zu der Herkunft der Reisende werde das Unternehmen nicht veröffentlichen.

Mehr als 24 Stunden nach der Havarie hatten Rettungskräfte in der Nacht zum Sonntag ein frisch vermähltes Paar aus Korea aus einer Kabine im Rumpf des Schiffes geborgen. ie beiden 29-Jährigen seien auf Hochzeitsreise gewesen, hieß es. Es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut. Sie konnten das Krankenhaus nach Untersuchungen wieder verlassen.

Die italienische Küstenwache hat inzwischen auch die Blackbox des Schiffes gefunden und beschlagnahmt. Davon erhoffen sich die Ermittler Aufklärung über die Route des Kreuzfahrtschiffes. Verschmutzung durch Treibstoff aus dem Schiff gibt es nach Behördenangaben derzeit nicht. Gefahr könnte erst bei einer Änderung des Wetters bestehen, heißt es.

Die „Costa Concordia“ war am späten Freitagabend mit mehr als 4200 Menschen an Bord auf einen Felsen vor der italienischen Insel gelaufen. Fünf Menschen starben, 60 wurden verletzt, darunter zehn Deutsche. Die Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen den festgenommenen Kapitän des Schiffes Francesco Schettino, der festgenommen wurde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 52-Jährigen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und Herbeiführung eines Schiffbruchs.

Kapitän verließ das Schiff noch vor den meisten Passagieren

Der Kapitän sei im Dienst gewesen und habe die Route vorgegeben, auf der sich das Schiff „sehr ungeschickt“ der Insel Giglio genähert habe und auf einen Felsen gefahren sei, sagte Staatsanwalt Francesco Verusio. Zudem habe er das Schiff verlassen, als ein Großteil der Passagiere und Besatzung noch darauf wartete, von Bord zu kommen. Auch gegen den ersten diensthabenden Offizier werde ermittelt, berichtete Ansa.

Warum die „Costa Concordia“ auf einen Felsen auflief - darüber wurde am Wochenende nur spekuliert. Ein Stromausfall könnte nach Meinung eines Experten Ursache des Unglücks auf dem Kreuzfahrtschiff gewesen sein. Ohne Strom könnte die Crew die Kontrolle über die Navigation des riesigen Schiffes verloren und es auf Felsen im Meer gesteuert haben, sagte der Schifffahrtsexperte Malcolm Latarche vom Magazin „IHS Fairplay Solutions“ der britischen Nachrichtenagentur PA. Passagiere hätten von einem Stromausfall berichtet, außerdem sei ein lauter Knall gehört worden. Es könnte zu einer Explosion im Maschinenraum gekommen sein, sagte Latarche.

Nach starkem Wassereinbruch hatte sich das Schiff geneigt und kippte schließlich auf die Seite. Bei der Evakuierung spielten sich nach Angaben von Passagieren chaotische Szenen ab.

dpa

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