Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Weltweit Terroralarm in Kopenhagen - ein Toter und Verletzte bei Schießerei
Nachrichten Polizeiticker Weltweit Terroralarm in Kopenhagen - ein Toter und Verletzte bei Schießerei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:27 14.02.2015
Bei der Schießerei in Kopenhagen ist am Samstag mindestens ein Mensch getötet worden. Quelle: dpa
Anzeige
Kopenhagen

Unbekannte feuerten am Samstag mit automatischen Waffen auf das Kulturhaus, in dem der schwedische Mohammed-Karikaturist Lars Vilks und zahlreiche andere Menschen über Kunst, Gotteslästerung und Meinungsfreiheit diskutierten.

Die Polizei geht davon aus, dass der Angriff Vilks galt, der schon mehrfach Ziel von Anschlägen war. Die dänische Regierung sprach von einem Terrorakt. Vilks blieb unverletzt, ebenso der französische Botschafter, der unter den Gästen war.  

Fünf Wochen nach dem blutigen Anschlag auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ und den anschließenden Terrorattacken in Paris mit insgesamt 20 Toten lösten die Schüsse in Kopenhagen Panik aus. Zeitweise herrscht Chaos im Umfeld des Tatortes. In den Fenstern des Hauses waren zahlreiche Einschusslöcher zu sehen. Die Polizei löste eine Großfahndung nach den vermutlich zwei Tätern aus.

„Alles deutet darauf hin, dass die Schüsse eine politisch motivierte Attacke darstellen und deswegen ein Akt des Terrorismus sind“, sagte Dänemarks Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt. Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sprach in Peru von einem terroristischen Akt, die dänische Polizei zunächst von einer „möglichen Terrorattacke“.  

Die Polizei fahndete am Samstagabend in ganz Dänemark nach den Tätern, die mit einem dunklen VW Polo auf der Flucht sein sollen. An den Hauptausfallstraßen Kopenhagens wurden Straßensperren errichtet. Die Kontrollen an den Landesgrenzen wurden erheblich verschärft, hieß es.  

An der Fahndung ist auch die deutsche Bundespolizei beteiligt, wie ein Sprecher am Samstagabend sagte. Die dänischen Sicherheitsbehörden hätten um diese Unterstützung gebeten. Es gehe um verstärkte Kontrollen und Fahndungsmaßnahmen im Grenzraum zwischen Deutschland und Dänemark.

Kopenhagen. Terroralarm in Kopenhagen: Bei einem Angriff auf eine Kulturveranstaltung in der dänischen Hauptstadt sind ein mindestens Mensch getötet und mehrere verletzt worden, darunter drei Polizisten. Unbekannte feuerten am Samstag mit automatischen Waffen auf das Kulturhaus, in dem der schwedische Mohammed-Karikaturist Lars Vilks und zahlreiche andere Menschen über Kunst, Gotteslästerung und Meinungsfreiheit diskutierten.  

Zu den Rednern bei der Veranstaltung in Kopenhagen gehörte auch Vilks. Der französische Botschafter in Dänemark, François Zimeray, war ebenfalls dabei. „Ich bin unversehrt im Gebäude“, twitterte kurz nach dem Angriff.   

Eine Zeitung hatte 2007 eine Zeichnung von Vilks veröffentlicht, die den Propheten Mohammed als Hund darstellte. Daraufhin wurde im Internet von einem Al-Kaida-Ableger im Irak ein Kopfgeld von 150.000 Dollar auf ihn ausgesetzt worden. Seither war der schwedische Künstler bereits mehrfach Ziel von Extremisten.

Im Mai 2010 warfen zwei Männer Benzinflaschen durch ein Fenster in sein Haus. Im Januar 2014 wurde in den USA die Amerikanerin Colleen LaRose alias „Dschihad Jane“ zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil sie nach Überzeugung des Gerichts zusammen mit islamistischen Verschwörern Vilks töten wollte. Das Mordkomplott wurde damals nicht ausgeführt. LaRose sei 2008 zwar nach Europa gereist, aber ein Treffen mit den Drahtziehern der Verschwörung kam nicht zustande, hieß es. Die Frau sei dann in die USA zurückgekehrt und später festgenommen worden.

lvz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein altes Damenfahrrad in der Oberleitung hat den Zugverkehr bei Göttingen massiv behindert. Der Stromabnehmer eines Güterzuges aus Richtung Erfurt habe sich an dem Fahrrad verhakt und die Leitung zwischen Göttingen und Rosdorf auf einer Länge von rund 400 Metern heruntergerissen, teilte die Bundespolizei am Donnerstag mit.

12.02.2015

Zwei Leipziger, denen in Singapur wegen Vandalismus die Prügelstrafe droht, wollen sich ihrem Anwalt zufolge vor Gericht für schuldig erklären. Nach Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft sei die Zahl der Anklagepunkte schon reduziert worden, sagte ihr Anwalt Christopher Bridges am Montag.

09.02.2015

Ein in der Innenstadt von San Francisco gefundener Koffer mit Leichenteilen stellt die kalifornische Polizei vor ein Rätsel. Ein Mann, den die Ermittler als „Person von Interesse“ bezeichneten, ist seit Freitagnacht (Ortszeit) in Polizeigewahrsam, wie der „San Francisco Chronicle“ am Samstag berichtete.

31.01.2015
Anzeige