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Terrorangriff auf Touristenhotel in Tunesien: Zahl der Opfer steigt

Sousse Terrorangriff auf Touristenhotel in Tunesien: Zahl der Opfer steigt

Nach der Terrorattacke in einem tunesischen Strandhotel ist die Zahl der Todesopfer auf 37 gestiegen. Das berichtete der tunesische Radiosender Mosaique FM am Freitagabend unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Bei einer Terrorattacke in einem tunesischen Strandhotel sind dutzende Menschen ums Leben gekommen.

Quelle: dpa

Tunis. Nach der Terrorattacke in einem tunesischen Strandhotel ist die Zahl der Todesopfer auf 37 gestiegen. Das berichtete der tunesische Radiosender Mosaique FM am Freitagabend unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Die Zahl der Verletzten wurde mit 36 angegeben. Unter den Opfern sollen auch mehrere Deutsche sein.

Nach ersten Informationen hatte ein Terrorist auf einem Hotelstrand in der Nähe der Stadt Sousse auf Urlauber geschossen. Berichte lokaler Medien, wonach auch Handgranaten gezündet worden sein sollen, wurden von offizieller Seite zunächst nicht bestätigt.

Bei einem Terrorangriff auf ein Strandhotel in der Nähe der Stadt Sousse in Tunesien sind am Freitag (26.06.2015) dutzende Menschen ums Leben gekommen. Fotos: dpa

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Lokale Medien meldeten unter Berufung auf Augenzeugen, zwei Terroristen seien von der Strandseite aus auf das Hotelgelände vorgedrungen. Einer habe plötzlich aus einem zusammengefalteten Sonnenschirm ein Sturmgewehr hervorgeholt und auf Menschen geschossen, die am Strand lagen. In einer Feuergefecht hatten Sicherheitskräfte einen Angreifer getötet und später zahlreiche Sturmgewehre beschlagnahmt, hieß es aus Sicherheitskreisen in Tunesien. Bei dem getötete Terroristen handelt es sich demnach um einen Tunesier. Der zweite Angreifer sei festgenommen worden.  

Der tunesische Radiosender Mosaique FM meldete unter Berufung auf das Innenministerium, unter den Opfern seien Deutsche und Briten. Die deutsche Botschaft riet allen Staatsbürger in einer per E-Mail versandten Mitteilung, die Umgebung des von tunesischen Sicherheitskräften abgeriegelten Tatorts zu meiden. Salwa al-Kadri, eine Reiseführerin, die sich nach der Tat in dem Hotel aufhielt, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Telefon, unter den Toten seien mehrere Deutsche. Die meisten Opfer stammten jedoch aus Großbritannien, fügte sie hinzu.

Tunesien brauche Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). „Der heutige Anschlag kann uns darin nur bestärken“, fügte er hinzu. Erst im März waren in Tunesien bei einem Terrorangriff auf das berühmte Bardo-Museum in der Hauptstadt mehr als 20 Menschen getötet worden. Im April 2002 waren bei dem bis dahin schwersten Terroranschlag in Tunesien auf eine Synagoge in Djerba 21 Menschen ums Leben, darunter 14 deutsche Urlauber.  In Tunesien sind sowohl Anhänger des Terrornetzwerk Al-Kaida sowie der IS-Miliz aktiv. Am Montag ist der erste Jahrestag der Gründung des „Kalifats“ in Syrien und dem Irak durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

LVZ

Sousse, Tunesien 35.825603 10.608395
Sousse, Tunesien
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