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Totes Baby in Potsdam wurde Opfer eines Verbrechens - Suche nach dem Täter

Totes Baby in Potsdam wurde Opfer eines Verbrechens - Suche nach dem Täter

Ein Tag nach dem Fund einer Babyleiche in Potsdam laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Erste Ergebnisse der Obduktion legen ein Verbrechen als Todesursache nahe.

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Das tote Baby fand ein Mann in der Nähe dieses Garagenkomplexes.

Quelle: dpa

Potsdam. Es seien Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung gefunden worden, teilte eine Polizeisprecherin mit.

Die Fahnder setzen bei der Tätersuche auf veröffentlichte Fotos von einem blutverschmierten Handtuch, in dem die Babyleiche eingewickelt war. Es handelt sich um ein helles Frottierhandtuch der Marke „Facotti“ mit der Aufschrift „Fitness“.

Ein Anwohner hatte am Tag vor Heiligabend nahe der Bahnstrecke Potsdam-Beelitz-Schönefeld die Leiche des kleinen Mädchens entdeckt. Das Areal liegt in der Nähe eines Plattenbauviertels. Es wird nicht ausgeschlossen, dass die Leiche aus einem Zug geworfen wurde.

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) zeigte sich wie die Anwohner bestürzt: „Wenn kleine Kinder sterben, ist das immer das größte Unglück.“ Man könne zum Weihnachtsfest nicht einfach zur Tagesordnung zurückkehren, betonte er. „Daher bitte ich alle Potsdamerinnen und Potsdamer, das Baby in ihre Weihnachtsgebete und -wünsche aufzunehmen“, so Jakobs.

In der Vergangenheit hatten in Brandenburg immer wieder grausige Funde toter Babys für Schlagzeilen gesorgt. So fanden Polizisten erst im Februar dieses Jahres in Jüterbog (Teltow-Fläming) die Überreste eines Neugeborenen im Garten der Eltern. Die Mutter und ihr früherer Partner müssen sich deshalb vor Gericht verantworten.

2007 hatte eine 17-Jährige in Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) ihren Sohn kurz nach der Geburt in der elterlichen Wohnung erdrosselt. Zwei Jahre zuvor wurden in einer Garage in Brieskow-Finkenheerd (Oder-Spree) bei einer Entrümpelung neun Babyleichen entdeckt. Die Mutter wurde später wegen Totschlags zu 15 Jahren Haft verurteilt.

dpa

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