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Wieder sterben Dutzende Menschen in Mexikos Drogenkrieg

Wieder sterben Dutzende Menschen in Mexikos Drogenkrieg

Kein Ende der Gewalt im mexikanischen Drogenkrieg: Wenige Tage vor Beginn der Internationalen Buchmesse mit deutscher Beteiligung wurden in Guadalajara mindestens 20 Männerleichen entdeckt.

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Mexikanische Bundespolizisten an einem Fundort von Opfern der Drogenmafia (Archivbild).

Quelle: dpa

Mexiko-Stadt. Beim Löschen zweier Fahrzeuge in der Stadt Culiacán fanden Feuerwehrleute außerdem 17 verkohlte Leichen, wie das Innenministerium am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. Insgesamt wurden am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag rund 50 Menschen in mehreren Bundesstaaten getötet.

Es war zunächst nicht bekannt, welches Drogenkartell die Massaker verübt hat. „Es gibt mehrere Hypothesen“, sagte der Sicherheitsminister des Bundesstaates Jalisco, Luis Carlos Nájera.

Im Bundesstaat Sinaloa wurden vier Tote in der Ortschaft Pericos und drei weitere in der Stadt Salvador Alvarado entdeckt. In der Ortschaft Acólman bei Mexiko-Stadt fand die Polizei die Leichen zweier junger Männer. Eine weitere Leiche wurde in einem brennenden Auto in Toluca, der Hauptstadt des Bundesstaates Mexiko, gefunden, wie die Zeitung „Reforma“ am Donnerstag berichtete.

Die Feuerwehr in Culiacán war nach Angaben der Staatsanwaltschaft zu brennenden Kleintransportern an zwei an verschiedenen Orten gerufen worden. In einem Fall wurden fünf Leichen im hinteren Teil des Fahrzeugs und sieben weitere in einem doppelten Boden gefunden. In dem anderen Transporter lagen vier verkohlte Körper. Bei drei Leichen soll es sich um Polizisten handeln, die zu Beginn der Woche entführt worden waren. Zu der vom Innenministerium erwähnten 17. Leiche gab es zunächst keine weiteren Angaben.

Das Innenministerium verurteilte die Gewalt und versprach, der Lokalregierung mit „allen verfügbaren Mitteln“ zu helfen. Sinaloas Gouverneur Mario López Valdez sagte, die Bluttaten gingen auf Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Gruppen der Drogenmafia zurück. Er kündigte eine Aktion der Armee und der Polizei zur Wiederherstellung der Sicherheit an.

Culiacán, die Hauptstadt von Sinaloa, gilt als die Hochburg des Drogenhandels in Mexiko. Von dort stammt eine Reihe der mächtigsten Drogenbosse des Landes. Einige von ihnen, darunter der „Boss der Bosse“ und Chef des Sinaloa-Kartells, Joaquín „El Chapo“ Guzman, führten ihre Geschäfte auch von Guadalajara aus.

Zu der Buchmesse (FIL) in Guadalajara werden zahlreiche deutsche Verlage und Autoren erwartet, darunter Nobelpreisträgerin Herta Müller. Deutschland ist in diesem Jahr Partnerland der FIL, der größten Buchmesse der spanischsprachigen Welt.

dpa

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