Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Weltweit Zuschauer stirbt nach Unfall bei Sportwagen-Rennen am Nürburgring
Nachrichten Polizeiticker Weltweit Zuschauer stirbt nach Unfall bei Sportwagen-Rennen am Nürburgring
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:41 28.03.2015
Bei einem Rennen auf dem Nürburgrennen ist am Samstag ein Zuschauer getötet worden. Quelle: Andreas Winklerdpa
Anzeige
Nürburg

Mehrere weitere Zuschauer wurden verletzt, wie die zuständige Polizei in Adenau bestätigte.  

Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Rund eine Stunde nach dem Start des Auftaktlaufs zur Langstrecken-Meisterschaft war der Brite Jann Mardenborough mit seinem Nissan von der Strecke abgekommen und über die Begrenzung in den Zuschauerbereich geflogen. Das Rennen wurde sofort abgebrochen und nicht wieder gestartet.  Erste Bilder zeigen, wie das Auto mit der Startnummer 23 kurz vor einer Kurve komplett abhebt, sich in der Luft praktisch senkrecht aufstellt und dann gegen eine Leitplanke kracht. Von dort flog der Wagen offenbar über den Zaun in die Zuschauer.  

Über die genaue Zahl der Verletzten wurden keine Angaben gemacht. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser in der Eifel gebracht. Der 23 Jahre alte Fahrer des Sportwagens blieb nach Angaben seines Teams unverletzt. „Wir sind tief erschüttert und traurig über die Ereignisse“, teilte Nissan mit und sprach von einer „Tragödie“. Der Autobauer sicherte seine volle Unterstützung bei einer Untersuchung des Geschehens zu.  Der Unfall ereignete sich im Bereich „Flugplatz“, einem der schnellsten Abschnitte der legendären Nordschleife. Dort erreichen die Sportwagen bei trockenen Bedingungen wie am Samstag oft Geschwindigkeiten von weit mehr als 200 Stundenkilometern.  

Eigentlich war das Rennen der beliebten Langstreckenserie auf vier Stunden angesetzt. Die „61. ADAC-Westfalenfahrt“ sollte den beteiligten Werksteams verschiedener Hersteller auch zur Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring Mitte Mai dienen. In der 38-jährigen Historie der Serie hatte es zuvor nie Unfälle gegeben, bei denen Zuschauer verletzt wurden. Die Renn-Veranstalter drückten den Betroffenen ihr Mitgefühl aus.

Im Fahrerlager herrschte kurz nach dem Unfall ebenfalls Entsetzen.  Der Brite Mardenborough gilt als talentierter Rennfahrer. Er startete seine Karriere dank der GT Academy von Nissan, bei der über virtuelle Autorennen am Computer die Fähigkeiten junger Fahrer getestet wurden. Mardenborough setzte sich dabei gegen tausende Gegner durch und durfte danach bei Langstreckenrennen mitfahren. Für diese Saison erhielt er bei Nissan einen Vertrag als Werksfahrer in der Langstrecken-Weltmeisterschaft.

lvz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[gallery:500-4136332991001-LVZ]Berlin. Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich ziehen die größten deutschen Fluggesellschaften Konsequenzen und wollen die Zwei-Personen-Regel im Cockpit einführen.

27.03.2015

[gallery:500-4136332991001-LVZ]Berlin. Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich ziehen die größten deutschen Fluggesellschaften Konsequenzen und wollen die Zwei-Personen-Regel im Cockpit einführen.

27.03.2015

Ermittler haben die Wohnungen des verdächtigen Germanwings-Copiloten durchsucht. Sie betraten am Donnerstag ein Haus am Düsseldorfer Stadtrand, in dem der 27-Jährige wohnte.

26.03.2015
Anzeige