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Zwei Wochen nach Mord an Lena: Emder richten Blick nach vorne

Zwei Wochen nach Mord an Lena: Emder richten Blick nach vorne

Mehr als zwei Wochen nach dem Mord an der elfjährigen Lena geht in Emden in dieser Woche die Schule wieder los. Während die Polizei weiter an der Aufklärung des schrecklichen Verbrechens arbeitet, will die Stadt langsam zur Normalität zurückkehren.

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Vor dem City-Parkhaus in Emden gedenken Bürger der ermordeten elfjährigen Lena.

Quelle: Ingo Wagner/Archiv

Emden. „Es gibt in diesem Fall viele Betroffene“, sagte Stadtsprecher Eduard Dinkela am Montag. Diesen solle der Einstieg nach den Osterferien möglichst leicht gemacht werden.

Am Dienstag will die Stadt mit den betroffenen Schulen besprechen, wie der Unterrichtsbeginn am Donnerstag ablaufen soll. Es werde auch psychologische Betreuung geben, sagte Dinkela. Am Freitag wollen die Emder erneut für mehr Toleranz demonstrieren. „Wir wollen jetzt den Blick nach vorne richten“, betonte Dinkela. Nach der Festnahme eines ersten Verdächtigen hatten rund 50 Menschen die Polizeiwache belagert. Im Internet hatten es Hassparolen und Lynchaufrufe gegen den jungen Mann gegeben, dessen Unschuld inzwischen bewiesen ist.

Ein 18-Jähriger hatte am vergangenen Wochenende gestanden, Lena am 24. März getötet zu haben. Von der Tatwaffe fehlt nach wie vor jede Spur. Die Ermittlungen gehen weiter. Die Polizei will sich nach wie vor nicht zur Todesursache äußern. „Weil wir nur ein Teilgeständnis haben, geben wir keine Auskunft“, sagte die Sprecherin. Das Magazin „Focus“ hatte berichtet, der Täter habe Lena erst vergewaltigt und dann erwürgt. Danach habe er auf das Mädchen eingestochen.

Der Verdächtige soll im November außerdem versucht haben, eine Joggerin in den Emder Wallanlagen zu vergewaltigen. Kurz zuvor hatte er sich wegen seiner pädophilen Neigung selbst bei der Polizei angezeigt. Er gab zu, ein siebenjähriges Mädchen ausgezogen und fotografiert zu haben. Zu einer Hausdurchsuchung kam es jedoch nie.

Eine interne Ermittlung soll die Polizei-Panne jetzt aufklären. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hatte in der vergangenen Woche von Fehlern einzelner Beamter gesprochen, strukturelle Probleme bei der Polizei aber ausgeschlossen. Gegen vier Polizisten laufen Disziplinarverfahren. Zwei von ihnen müssen sich zudem einem Ermittlungsverfahren wegen Strafvereitelung im Amt stellen.

dpa

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