Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Weltweit Zwei Wochen nach Mord an Lena: Emder richten Blick nach vorne
Nachrichten Polizeiticker Weltweit Zwei Wochen nach Mord an Lena: Emder richten Blick nach vorne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:09 09.04.2012
Vor dem City-Parkhaus in Emden gedenken Bürger der ermordeten elfjährigen Lena. Quelle: Ingo Wagner/Archiv
Anzeige
Emden

„Es gibt in diesem Fall viele Betroffene“, sagte Stadtsprecher Eduard Dinkela am Montag. Diesen solle der Einstieg nach den Osterferien möglichst leicht gemacht werden.

Am Dienstag will die Stadt mit den betroffenen Schulen besprechen, wie der Unterrichtsbeginn am Donnerstag ablaufen soll. Es werde auch psychologische Betreuung geben, sagte Dinkela. Am Freitag wollen die Emder erneut für mehr Toleranz demonstrieren. „Wir wollen jetzt den Blick nach vorne richten“, betonte Dinkela. Nach der Festnahme eines ersten Verdächtigen hatten rund 50 Menschen die Polizeiwache belagert. Im Internet hatten es Hassparolen und Lynchaufrufe gegen den jungen Mann gegeben, dessen Unschuld inzwischen bewiesen ist.

Ein 18-Jähriger hatte am vergangenen Wochenende gestanden, Lena am 24. März getötet zu haben. Von der Tatwaffe fehlt nach wie vor jede Spur. Die Ermittlungen gehen weiter. Die Polizei will sich nach wie vor nicht zur Todesursache äußern. „Weil wir nur ein Teilgeständnis haben, geben wir keine Auskunft“, sagte die Sprecherin. Das Magazin „Focus“ hatte berichtet, der Täter habe Lena erst vergewaltigt und dann erwürgt. Danach habe er auf das Mädchen eingestochen.

Der Verdächtige soll im November außerdem versucht haben, eine Joggerin in den Emder Wallanlagen zu vergewaltigen. Kurz zuvor hatte er sich wegen seiner pädophilen Neigung selbst bei der Polizei angezeigt. Er gab zu, ein siebenjähriges Mädchen ausgezogen und fotografiert zu haben. Zu einer Hausdurchsuchung kam es jedoch nie.

Eine interne Ermittlung soll die Polizei-Panne jetzt aufklären. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hatte in der vergangenen Woche von Fehlern einzelner Beamter gesprochen, strukturelle Probleme bei der Polizei aber ausgeschlossen. Gegen vier Polizisten laufen Disziplinarverfahren. Zwei von ihnen müssen sich zudem einem Ermittlungsverfahren wegen Strafvereitelung im Amt stellen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[image:phpb2FSSX20120409161859.jpg]

Wöllstein/Mainz. Sie waren vermutlich auf dem Heimweg von einem Abendessen, doch es wurde eine Fahrt in den Tod: Vier Menschen - darunter ein zehnjähriger Junge - sind am Sonntagabend in der Nähe von Wöllstein (Rheinland-Pfalz) bei einem Verkehrsunfall aus dem Auto geschleudert worden und gestorben.

09.04.2012

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs in Brüssel sollen Bus, Bahn und Metro bis Dienstag im Depot bleiben. Die Kollegen des 56-jährigen Opfers traten am Samstag in den Ausstand, nachdem der Familienvater am Morgen zu Tode geprügelt worden war, berichteten belgische Medien.

07.04.2012

Ein Motorboot ist im Stadthafen von Waren an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern explodiert. Dabei wurde eine 17-Jährige auf einem Nachbarboot leicht verletzt.

07.04.2012
Anzeige