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Wirtschaft 2016 war günstigstes Tankjahr seit sieben Jahren
Nachrichten Wirtschaft 2016 war günstigstes Tankjahr seit sieben Jahren
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19:28 02.01.2017
Eine aktuelle ADAC-Auswertung zeigt, dass 2016 so günstig wie seit sieben Jahren nicht mehr getankt wurde. Quelle: dpa
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München

Autofahrer haben 2016 wegen der niedrigen Rohölpreise so günstig getankt wie seit sieben Jahren nicht mehr. Im Jahresmittel mussten sie für einen Liter Super E10 rund 1,28 Euro bezahlen, wie der ADAC am Montag mitteilte. Günstiger war Benzin demnach zuletzt 2009 gewesen. Auch der Preis für einen Liter Diesel habe mit gut 1,07 Euro im Mittel auf dem niedrigsten Stand seit sieben Jahren gelegen.

Hauptgrund für den relativ billigen Sprit ist der Preisverfall bei Rohöl. Wegen des Überangebots auf den Weltmärkten hat sich der Ölpreis für ein Barrel (159 Liter) der wichtigsten Sorten Brent und WTI seit Sommer 2014 etwa halbiert. Ihren Tiefstand erreichten die Ölpreise zu Beginn des vergangenen Jahres. Davon profitierten Autofahrer.

Durchschnittlich fast zehn Cent Ersparnis

So mussten sie 2016 laut ADAC gegenüber dem Vorjahr 8,8 Cent weniger je Liter Super E10 zahlen und 9,1 Cent weniger für Diesel. Die Jahresdurchschnittspreise seien für beide Kraftstoffe das vierte Jahr in Folge gesunken, hieß es.

Indes sind die Ölpreise im Jahresverlauf wieder deutlich gestiegen. Der Dezember war daher der teuerste Tankmonat des Jahres, so der ADAC. Autofahrer hätten für einen Liter Super E10 im Monatsschnitt rund 1,34 Euro gezahlt – 14,7 Cent mehr als im Februar, dem billigsten Monat. Diesel sei im Dezember ebenfalls am teuersten gewesen mit rund 1,17 Euro im Mittel je Liter. Im Februar hatte der Kraftstoff noch 19,1 Cent weniger gekostet.

Opec drosselt Öl-Fördermenge

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) einigte sich Ende November auf eine Senkung um 1,2 Millionen auf 32,5 Millionen Barrel täglich. Auch Russland, das nicht zur Opec gehört, versprach eine Reduzierung um 300.000 Barrel pro Tag. Weitere Länder sagten ebenfalls eine Drosselung zu. Damit könnten sich die Ölpreise wieder erhöhen.

Zuletzt hatte die Opec im Jahr 2008 ihre Fördermenge reduziert. Die Vereinbarung vom November bedeutet eine scharfe Abkehr von der im Jahr 2014 auf Initiative Saudi-Arabiens begonnenen Strategie, die Märkte regelrecht zu fluten.

Damit sollten neue Konkurrenten, insbesondere Fracking-Unternehmen in den USA, aus dem Markt gedrängt werden. In der Folge sank der Ölpreis von mehr als hundert Dollar pro Barrel im Juni 2014 auf unter 30 Dollar Anfang dieses Jahres. Der Preisverfall machte dabei zunehmend auch den traditionellen Ölförderländern zu schaffen.

Von RND/dpa

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