Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Air Berlin: Gericht schränkt Gemeinschaftsflüge mit Etihad ein

Luftverkehr Air Berlin: Gericht schränkt Gemeinschaftsflüge mit Etihad ein

Braunschweig/Berlin (dpa) - Rückschlag für Air Berlin: Die angeschlagene Fluggesellschaft kann ab Mitte Januar gut ein Drittel weniger Flüge als bisher mit ihrem arabischen Partner Etihad Airways gemeinsam vermarkten.

Voriger Artikel
Dax fährt 2015 fast zehn Prozent Gewinn ein
Nächster Artikel
Pforzheim verklagt Deutsche Bank wegen verlustreicher Zinsgeschäfte

Die arabische Fluggesellschaft Etihad steckt eine Niederlage vor Gericht ein. Dies trifft aber vor allem den Partner Air Berlin, der auf einen Teil der Gemeinschaftsflüge mit Etihad verzichten muss.

Quelle: Bernd Settnik/Archiv

Das folgt aus einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Braunschweig, die dieses am Mittwoch veröffentlichte. Die Richter lehnten den Antrag Etihads ab, die Genehmigung für 31 sogenannte Codeshare-Strecken, bei denen Etihad Air-Berlin-Flüge als eigene verkauft, über den 15. Januar hinaus zu verlängern.

Das Angebot von Air-Berlin-Flügen bei der Etihad-Kundschaft hilft der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft, ihre Maschinen besser auszulasten. Bislang hat sie 83 Codeshare-Strecken mit Etihad im Programm. Davon bleiben nun 52 Verbindungen übrig. Beide Unternehmen bedauerten die Gerichtsentscheidung. Der Staatskonzern aus Abu Dhabi stellte in einer Mitteilung klar: "Etihad steht weiterhin hinter ihrem Partner Air Berlin."

Etihad will den noch nicht rechtskräftigen Gerichtsbeschluss Anfang kommender Woche anfechten. Innerhalb von zwei Wochen ist eine Beschwerde beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg möglich. Etihad wertete den "sozialen und wirtschaftlichen Schaden" dieser Entscheidung für Air Berlin und Deutschland als bedeutend. Sie verringere "den Wettbewerb und die Auswahl für die Verbraucher innerhalb Deutschlands und darüber hinaus".

Air Berlin teilte mit, für ihre Kunden entstünden durch den Gerichtsbeschluss keine Nachteile. "Alle bisher gebuchten Codeshare-Flüge von Etihad Airways und Air Berlin werden wie geplant durchgeführt", hieß es. Auch Etihad stellte klar, alle gebuchten Codeshare-Flüge könnten auch angetreten werden. Unklar blieb, in welcher Weise Etihad-Kunden die fraglichen 31 Strecken vom 16. Januar an nutzen können.

Das Braunschweiger Luftfahrtbundesamt hatte die Genehmigung auf Grundlage des Luftverkehrsabkommens zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten nur bis zum 15. Januar erteilt - und nicht für den gesamten Winterflugplan, der bis Ende März gilt. Das Verwaltungsgericht billigte das Vorgehen des Amts. Die umstrittenen Flugstrecken seien "von den zwischenstaatlichen Vereinbarungen nicht umfasst".

Der Regierende Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) appellierte an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), den Gesprächsfaden mit Vertretern von Air Berlin und Etihad nicht abreißen zu lassen und eine Lösung im Sinne von Air Berlin zu finden. Allen politisch Verantwortlichen müsse die Bedeutung des Unternehmens für den Wettbewerb in dieser Branche am Standort Deutschland bekannt sein. "Air Berlin darf nicht geschwächt werden", sagte Müller. Er setzte sich wie Innensenator Frank Henkel (CDU) für einheitliche europäische Regeln bei den Codeshare-Flüge ein.

Das Bundesverkehrsministerium verwies darauf, den Vereinigten Arabischen Emiraten mehrmals Gespräche angeboten zu haben, "um die Luftverkehrsbeziehungen auf einen rechtssicheren Stand zu bringen".

Air Berlin schreibt seit Jahren Verluste. Etihad Airways ist mit einem Anteil von 29,2 Prozent größter Aktionär und hat Air Berlin bereits finanziell unterstützt. Die gemeinsame Vermarktung von Flügen mit Etihad ist für Air Berlin ein wichtiger Pfeiler des Geschäfts.

Vorstandschef Stefan Pichler hat ein Konzept vorgelegt, damit das Unternehmen profitabler wird. Dazu gehören ein größeres Langstrecken-Angebot, eine klarere Struktur im Streckennetz, eine Vertriebsinitiative bei Firmenkunden und die Streichung von Arbeitsplätzen in der Verwaltung.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.529,50 -0,04%
TecDAX 1.687,00 -0,51%
EUR/USD 1,0673 +0,12%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 158,73%
Structured Solutio AF 154,97%
Stabilitas PACIFIC AF 151,07%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr