Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Air Berlin bleibt in Verlustzone stecken
Nachrichten Wirtschaft Air Berlin bleibt in Verlustzone stecken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:01 16.05.2015
Air Berlin will weniger fliegen - und mehr verdienen. Quelle: Soeren Stache/Archiv
Anzeige
Berlin

Pichler wertete es als positiv, dass das operative Ergebnis um 23 Millionen Euro auf minus 160 Millionen Euro verbessert worden sei. Das Budgetziel fürs erste Jahresviertel sei damit erreicht worden. Höhere Personalkosten und Flughafengebühren sowie die schlechte Bewertung von Absicherungsgeschäften führten aber zu einem schlechteren Nettoergebnis.

Saisonal bedingt sei das erste Quartal immer das schwächste, fügte er hinzu. Entscheidend werde sein, wie das Geschäft im dritten Quartal mit den Urlaubsmonaten laufe. Air Berlin könne nur in kleinen Schritten stabilisiert werden. "Wir sind am Anfang eines langen Weges", sagte Pichler. Er sei "verhalten optimistisch", das Ziel eines positiven operativen Ergebnisses (Ebit) im Jahr 2016 zu erreichen.

Ein kleineres Flugangebot soll in den nächsten Monaten dazu einen Beitrag leisten. Im Zeitraum März bis Juni nehme das Unternehmen im Vergleich zur Vorjahresperiode 4,5 Prozent der Sitzplätze heraus. Auch im dritten Quartal wolle man weniger Sitze anbieten, eine Zahl dazu gebe es noch nicht.

Das Unternehmen hatte am Montagabend seine Geschäftszahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Demnach lag der Verlust nahezu unverändert bei 210 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4 Prozent auf 794 Millionen Euro.

Air Berlin steckt seit Jahren in der Sanierung und wird mit Geld der arabischen Großaktionärin Etihad gestützt. Seit dem Abgang von Air-Berlin-Gründer Joachim Hunold im Jahr 2011 ist Pichler der dritte Vorstandschef der Lufthansa-Konkurrentin. Die Sanierungsprogramme seiner Vorgänger halfen der Gesellschaft nicht aus den roten Zahlen im laufenden Geschäft. Die Nettoschulden lagen im ersten Quartal bei 782 Millionen Euro.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Weltwirtschaft kommt nach einer Erhebung des Ifo-Instituts wieder stärker in Schwung. Während sich das Wirtschaftsklima in Europa aber deutlich verbesserte, trübte es sich in Nordamerika zuletzt deutlich ein.

16.05.2015

Der Industriegase-Konzern Linde macht bei seinem Umbau Fortschritte. "Die Situation in Südafrika scheint sich langsam zu verbessern und in Australien sind wir schneller vorangekommen als geplant", sagte der neue Konzernchef Wolfgang Büchele auf der Hauptversammlung in München.

16.05.2015

Das heftig umstrittene Arktis-Projekt des Rohstoffriesen Shell hat eine große Hürde genommen: Die zuständige US-Behörde stimmte der Förderung von Öl und Gas unter Auflagen zu.

16.05.2015
Anzeige