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Apple startet Offensive im TV-Geschäft - Konzern stellt neue Produkte vor

iPad Pro, iPhone 6s und 6s Plus Apple startet Offensive im TV-Geschäft - Konzern stellt neue Produkte vor

Apple hat am Mittwoch in San Francisco Neuerungen angekündigt: Man wolle sich mehr dem Fernsehmarkt widmen. Zudem stellte Konzernchef Tim Cook neue Produkte vor.

Konzernchef Tim Cook stellt neue Produkte vor.

Quelle: dpa

San Francisco. Apple-Gründer Steve Jobs hat das Fernsehgeschäft einmal als Hobby bezeichnet, und das Unternehmen behandelte seine TV-Box auch lange Zeit stiefmütterlich. Das aktuelle Modell stammt zum Beispiel aus dem Jahr 2012 – in der Technikwelt ist das eine Ewigkeit. Aber jetzt will sich Apple dem Fernsehmarkt intensiver widmen.

Der Konzern kündigte am Mittwoch in San Francisco einen App Store mit Anwendungen für Apple TV an. „Unsere Vision für das Fernsehen ist einfach und vielleicht etwas provokant“, sagte Konzernchef Tim Cook. „Wir glauben, die Zukunft des TV liegt in Apps.“ Als Beispiel nannte er neue Streaming-Dienste wie Netflix.

Revolutionär ist es allerdings nicht, was Apple zeigte: Die neue TV-Box lässt sich mit einer Fernbedienung und Sprachbefehlen steuern. Sie kann Inhalte über verschiedene Dienste hinweg suchen. Der neue App Store soll verschiedenen Entwicklern offenstehen und auch Spiele auf die Fernseher bringen. Das bieten Rivalen wie Amazon und Google längst an. Apple zieht also nach. Die Konkurrenz ist außerdem billiger: Apple TV wird es ab einem Preis von 149 Dollar geben.

Im Vorfeld hatte es wie immer viele Spekulationen dazu gegeben, was Apple zeigen würde. Eine neue Fernseh-Box war deshalb erwartet worden, genauso wie ein neues Tablet. Und tatsächlich präsentierte Cook das iPad Pro. Es hat eine Bildschirmdiagonale von 12,9 Zoll (knapp 32,8 Zentimeter), ist also größer als die bisherigen Modelle (9,7 und 7,9 Zoll). Außerdem stellte Apple eine klappbare Tastatur und einen Eingabestift dafür vor.

Mit dem iPad Pro will der Konzern den schwächelnden Absatz seines Tablets ankurbeln. Der Konzern ist zwar weiterhin der Marktführer. Aber zuletzt schwächten sich die Verkäufe ab, unter anderem weil Nutzern häufig ein großes Smartphone ausreicht. Apple zielt mit dem iPad Pro deshalb auf den Einsatz in Unternehmen – das Tablet soll das Notebook ersetzen. Aber auch hier bietet die Konkurrenz bereits ähnliche Geräte an: Microsoft mit dem Surface und Samsung mit dem Galaxy Note Pro. Das iPad Pro wird ab November verkauft, es kostet je nach Speichergröße 799 bis 1079 Dollar.

Schließlich präsentierte Apple auch die nächste iPhone-Generation, die ab dem 25. September erhältlich sein wird. Am Design änderte der Konzern nichts. Er erweiterte aber die Farbpalette: Zusätzlich zu Silber, Gold und Space Grau bietet das Unternehmen sein Smartphone nun auch in Roségold an. Er verbesserte außerdem die Kamera und überarbeitete das Display: Es ist jetzt in der Lage zu erkennen, wie fest der Benutzer auf den Bildschirm drückt.

Dadurch kann der Anwender zusätzliche Informationen oder Menüs aufrufen. Für Spiele-Entwickler eröffnen sich ebenfalls neue Möglichkeiten. Apple nennt die Technik 3D Touch und baut sie in ähnlicher Form bereits in seine Smartwatch ein. Konkurrent Huawei hatte vergangene Woche allerdings schon ein Smartphone mit einer solchen Funktion vorgestellt. Das iPhone verliert also langsam seine Rolle als das Maß der Dinge.

Vielleicht haben deshalb nur wenige Verbraucher in Deutschland vor, sich das neue Apple-Smartphone zum jetzigen Zeitpunkt schon zu holen. Sie müssten dann mindestens 739 Euro auf den Tisch legen. Je nach Größe des Speichers und des Displays reicht die Preisliste bis 1069 Euro. Vielleicht schließen auch deshalb 94 Prozent einen Kauf aus, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag des Onlineportals Sparwelt.de hervorgeht.

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