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Nachrichten Wirtschaft Auch Lidl schafft die Plastiktüte ab
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19:11 19.09.2016
2017 verbannt der Discounter Lidl die Plastiktüte aus seinen Geschäften Quelle: dpa
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Neckarsulm

Es ist bundesweit ein gewohntes Bild: Kunden verlassen einen Lidl-Markt und tragen ihren Einkauf in Plastiktüten zum Auto. Aber damit ist bald Schluss. Nach Rewe stoppt auch Lidl den Verkauf von Kunststofftüten und ersetzt sie durch Taschen aus Papier und Stoff.

Als erster Lebensmitteldiscounter werde das Neckarsulmer Unternehmen ab Frühjahr 2017 die umweltschädlichen Kunststofftüten aus dem Angebot nehmen, kündigte Wolf Tiedemann von der Lidl-Geschäftsleitung am Montag an. Dadurch würden voraussichtlich jährlich über 100 Millionen Kunststofftaschen eingespart. Dies entspreche rund 3500 Tonnen Plastik

Auch in den Filialen in Österreich und der Schweiz werde es künftig keine Plastiktüten mehr geben, sagte Tiedemann weiter. Der Discounter wolle mit diesem Schritt die Bemühungen der Bundesregierung unterstützen, den jährlichen Verbrauch von Kunststoff-Tragetaschen bis Ende 2025 von zuletzt rund 70 auf höchstens 40 Tüten pro Einwohner zu senken. Wer nach dem Einkauf bei Lidl eine Tragetasche braucht, kann auf Taschen aus Baumwolle oder Papier zurückgreifen.

Mehrheit will keine Plastiktüten mehr

Vor Lidl hatten bereits die Supermarktkette Rewe – in ihren Läden liegen stattdessen Papiertüten an den Kassen – und der Textil-Discounter KiK den Verzicht auf Plastiktüten beschlossen. Die meisten anderen deutschen Einzelhändler sind aufgrund einer Selbstverpflichtung des Handelsverbandes Deutschland dazu übergegangen, für die umweltschädlichen Tragetaschen Geld zu verlangen, um den Verbrauch zu reduzieren.

Den meisten Deutschen scheint die Plastiktüte ohnehin verzichtbar. Bei einer im Frühjahr veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov plädierte mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten dafür, die Ausgabe von Plastiktüten in Geschäften komplett zu verbieten.

Von dpa/RND

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