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Auftakt für Weinlese - gute Qualität erwartet

Agrar Auftakt für Weinlese - gute Qualität erwartet

An den deutschen Rebstöcken werden die ersten Trauben des Jahres gelesen - für den Federweißen. Wie der von Hitze und Wassermangel geprägte Jahrgang 2015 insgesamt ausfallen wird, ist noch offen - die Fachleute sind aber optimistisch.

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Im südpfälzischen Edesheim wurden am Mittwoch in einem Weinberg des Winzers Ralf Anselmann Trauben der Sorte Bacchus geerntet.

Quelle: Fredrik von Erichsen

Edesheim. In Deutschland hat die Weinlese für den "Federweißen" begonnen, der als Vorbote des neuen Jahrgangs gilt.

Im südpfälzischen Edesheim wurden am Mittwoch in einem Weinberg des Winzers Ralf Anselmann Trauben der Sorte Bacchus geerntet. "Wir erwarten eine gute Qualität bei einer maximal durchschnittlichen Menge", sagte der Winzer.

Die Trauben kamen auf ein Mostgewicht von 67 Grad Oechsle und haben damit nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) schon einen sehr guten Reifegrad erreicht. Die Oechsle-Grade geben Auskunft über die Inhaltsstoffe des Mostes und damit über seine Qualität. Die Hauptlese wird Anfang bis Mitte September beginnen.

Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Jahrgang seien gegeben, sagte der pfälzische Weinbaupräsident Edwin Schrank. "Die Trauben sind so gesund, wie sich der Winzer das nur wünschen kann." Die aus dem Süden stammenden Reben kämen mit den Klimaverhältnissen etwas besser zurecht als andere Pflanzen und stünden trotz Regenmangels "hervorragend da".

Wie der neue Jahrgang letztlich ausfällt, hängt nach Angaben der Experten aber auch von der Witterung und der Wasserversorgung der kommenden Wochen ab. Der Wassermangel beeinflusst die Beerengröße und damit auch den Ertrag. Die Pfälzer Gebietsweinwerbung Pfalzwein rechnet schon damit, dass die Weinmenge etwas unter dem langährigen Mittel von 2,2 Millionen Hektolitern liegen könnte.

DWI-Sprecher Ernst Büscher erinnerte daran, dass die deutsche Weinernte nach dem Hitzesommer 2003 um rund zehn Prozent unter dem langjährigen Schnitt gelegen habe. Und damals habe es noch etwas mehr geregnet als in diesem Jahr. Nach Anselmanns Angaben lassen die kleinen und kompakten Beeren konzentrierte, kräftige Weine erwarten.

Büscher zufolge gibt es allerdings auch große regionale Unterschiede in den deutschen Weinbaugebieten - etwa hinsichtlich der Niederschläge und des Mostgewichts. So hätten junge Reben mit weniger ausgeprägtem Wurzelwerk auch bewässert werden müssen. Ein Vorteil der Trockenheit sei, dass die Winzer in diesem Jahr so gut wie keine Probleme mit Krankheiten hätten.

dpa

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