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Axel Springer profitiert von starkem Digitalgeschäft

Medien Axel Springer profitiert von starkem Digitalgeschäft

Die starke Konzentration aufs Digitale hat sich für den Medienkonzern Axel Springer einmal mehr als richtig erwiesen. Wachstumstreiber waren 2015 vor allem Online-Angebote wie etwa das Stellenportal Stepstone. Die Zeitungsauflagen sind dagegen weiter geschrumpft.

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Das Logo der Axel Springer AG vor dem Axel-Springer-Hochhaus in Berlin.

Quelle: Maurizio Gambarini

Berlin. Das Medienhaus Axel Springer ("Bild", "WeltN24") kann mit seinem boomenden Digitalgeschäft die Flaute bei gedruckten Zeitungen mehr als wettmachen.

Die sogenannten Rubrikenangebote wie allen voran die Online-Stellenbörse Stepstone oder das französische Internet-Immobilienportal Seloger.com trieben Umsatz- und Ergebniswachstum im vergangenen Jahr maßgeblich voran. Insgesamt erwirtschaftete der Konzern 2015 mit 62 Prozent deutlich mehr als die Hälfte der Einnahmen mit seinen Internetgeschäften.

Springer verbuchte 2015 nach den am Donnerstag in Berlin vorstellten Zahlen Gesamteinnahmen von 3,29 Milliarden Euro, ein Anstieg um 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unter dem Strich kletterte der Gewinn um knapp 30 Prozent auf 304,6 Millionen Euro.

Für das laufende Jahr rechnet Springer mit einem abgeschwächten Wachstumstempo. Der Anstieg des Konzernumsatzes werde im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen. Das operative Ergebnis solle im niedrigen bis mittleren Prozentbereich wachsen. Im Fokus hat das Unternehmen den Ausbau des Wirtschafts- und Finanznachrichtenportals Business Insider, der Content-Plattform Upday und der mobilen US-Einkaufsplattform Retale.

Springer konzentriert sich schon länger darauf, mehr Geld mit digitalen Geschäftsmodellen zu verdienen. 2015 profitierte das Medienhaus besonders von hohen Wachstumsraten der sogenannten Rubrikenangebote - Geschäftsmodelle, deren Erlöse vor allem durch zahlende Kleinanzeigenkunden generiert werden. Der Umsatz des Segments kletterte um 47,1 Prozent auf 753,1 Millionen Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stand ein Ergebnis von 305 Millionen Euro, ein Plus von 40,1 Prozent.

Für die Bezahlangebote - unter anderem mit den Zeitungen "Bild" und "Welt" - lief es dagegen nicht so gut. Der Umsatz sank um 2,2 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro. Das Ebitda ging um 11,2 Prozent auf 223,2 Millionen Euro zurück. Grund dafür sei ein Rückgang der Erlöse bei Zeitungen und Zeitschriften sowie Restrukturierungsmaßnahmen, sagte Finanzvorstand Julian Deutz.

Bei den zahlenden Abonnenten der Digital-Angebote von "Bild" und "Welt" konnte Springer dagegen mit einer Wachstumsrate von 26 Prozent deutliche Fortschritte erzielen. Ende des Jahres zählten beide Seiten zusammen 384 000 Abonnenten.

Um das digitale Wachstum zu beschleunigen, hatte der Konzernvorstand bereits 2014 die gesellschaftsrechtliche Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien KGaA angestoßen. Damit hätte Springer größere Kapitalerhöhungen stemmen können, ohne dass Mehrheitseignerin Friede Springer mitziehen muss, um ihre Mehrheit zu behalten. Das Vorhaben hatte der Konzern aber im Februar verworfen.

Die zuletzt in der Öffentlichkeit viel diskutierte Absage erklärte Döpfner unter anderem mit den Bedenken von Finanzinvestoren und freien Aktionären. Deren Skepsis an den Plänen des Vorstands sei größer gewesen als gedacht. Der Konzern hatte Mitte Februar mitgeteilt, dass es keine Änderung der Rechtsform in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) geben werde.

Außerdem seien Fragen wie etwa die zum "Innenverhältnis der Familienaktionäre" sehr komplex gewesen. Friede Springer habe am Ende "die Lust an diesem Vorgang verloren".

Medien hatten zuletzt über einen Machtkampf zwischen Döpfner und der Rechtsanwältin Karin Arnold, einer Vertrauten von Friede Springer, berichtet. Die Verleger-Witwe selbst wies dies jedoch in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur energisch zurück: Entsprechende Medienberichte seien "Unsinn".

dpa

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