Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 3 ° Sprühregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
"BamS": VW soll früher von CO2-Abweichungen gewusst haben

Auto "BamS": VW soll früher von CO2-Abweichungen gewusst haben

Die Aufklärung des VW-Abgas-Skandals ist zäh. Und im Kern geht es vor allem darum, wer wann was und wie viel wusste - und wer am Ende die Verantwortung für die Manipulation trägt.

Voriger Artikel
Deutsche Wohnen wehrt sich mit Zukauf gegen Übernahme
Nächster Artikel
Lokführerstreiks belasten Güterverkehr auf der Schiene

Der Polo war 2006 das erste Bluemotion-Modell von Volkswagen. Die Diesel-Variante wurde vor einigen Monaten vom Markt genommen.

Quelle: Uli Deck/Archiv

Wolfsburg. Die VW-Führung soll einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge möglicherweise bereits im Frühjahr von Abweichungen bei CO2-Werten einzelner Automodelle gewusst haben.

Laut Zeitung habe der damalige Konzernchef Martin Winterkorn wegen auffälliger Messwerte den Verkauf des Polo TDI "BlueMotion" gestoppt. Ein VW-Sprecher bezeichnete das als "reine Spekulation". Das Auto sei wegen der zu geringen Nachfrage vom Markt genommen worden.

Unabhängig davon werde seit Bekanntwerden der Abweichungen bei CO2-Abgaswerten geprüft, welche Modelle betroffen sind. "Ob bei diesem Modell die CO2-Angaben vom Katalogwert abweichen, ist Gegenstand der aktuell laufenden Untersuchungen" hieß es von VW.

Anfang November hatte VW neben den bekannten Abgas-Manipulationen bei Diesel-Motoren "Unregelmäßigkeiten" beim CO2-Ausstoß öffentlich gemacht. Betroffen sind bis zu 800.000 Wagen der Marken VW, Audi, Seat und Skoda.

Unterdessen endet an diesem Montag die Frist für ein sogenanntes Amnestieprogramm für Tarifbeschäftigte, das bei der Aufklärung der Affäre helfen sollte. Bisher hätten sich rund 50 Mitarbeiter beteiligt, berichtet die "Welt am Sonntag". Grundlegend neue Erkenntnisse habe es nicht gegeben, zitiert das Blatt einen Manager.

Nach dpa-Informationen steht eine Verlängerung nicht zur Debatte. Allerdings heißt es in Unternehmenskreisen auch, dass die vergleichsweise kleine Zahl der Teilnehmer die These erhärte, dass nur wenige Mitarbeiter in die Manipulationen verstrickt sein könnten.

Das Programm versprach Tarifbeschäftigten bei vollständiger und wahrheitsgemäßer Aussage den Verzicht auf "arbeitsrechtliche Konsequenzen, wie Kündigungen, noch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen." Zudem wies der VW-Konzern auch darauf hin, dass er keinen Einfluss auf die Ermittlungen von Behörden hat, also die Regelungen nicht vor einer möglichen Strafverfolgung schützen.

Die Beschäftigten werden an diesem Mittwoch im Stammwerk Wolfsburg von Betriebsräten, Managern und Aufsichtsräten über den Stand der Dinge informiert. Unter anderem soll auch Großaktionär und Aufsichtsrat Wolfgang Porsche eine Rede halten.

Am Donnerstag muss sich Audi-Chef Rupert Stadler laut "Süddeutscher Zeitung" (Samstag) im Aufsichtsrat der Nobelmarke erklären. Der Manager, der auch VW-Konzernvorstand ist, solle erklären, warum die Nobelmarke erst den Einsatz von Software, die in den USA als illegal gilt, dementierte, dann aber vor wenigen Tagen doch einräumen musste. Zudem wolle der Audi-Aufsichtsrat wissen, was das Unternehmen tue, um die Schuldigen zu finden, berichtet das Blatt.

Forderungen nach personellen Konsequenzen bei der Ingolstädter Tochter werde es erst geben, "wenn alles auf dem Tisch" liege, zitiert das Blatt Mitglieder des Gremiums. Arbeitnehmervertreter bei der Nobelmarke hatten bereits eine lückenlose und genaue Aufklärung von der Führung in Ingolstadt verlangt. Nach dpa-Informationen löste das Vorgehen in Teilen des VW-Aufsichtsrats Unverständnis aus.

Dieser tagt am 9. Dezember. Dort wird wohl auch die Entscheidung über einen neuen Personalvorstand für den Konzern fallen. Der 66 Jahre alte Horst Neumann war aus Altersgründen aus dem Amt geschieden, ursprünglich hatte es schon bei der letzten Sitzung im November eine Entscheidung zur Nachfolge geben sollen.

Der Posten gilt als wichtiges Ressort im Vorstand von Europas größtem Autobauer, bei dem die IG Metall und der Betriebsrat eine machtvolle Position haben. Gerade angesichts der Abgaskrise kommt auf den neuen Personalchef oder die neue Personalchefin eine Menge Arbeit zu.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 11.192,50 +0,12%
TecDAX 1.734,50 +0,09%
EUR/USD 1,0614 +0,01%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 17,92 +3,37%
BAYER 93,10 +2,99%
THYSSENKRUPP 24,07 +2,11%
RWE ST 11,19 -4,51%
E.ON 6,35 -2,02%
MÜNCH. RÜCK 175,60 -1,04%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 165,03%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,00%
Polar Capital Fund AF 103,34%
Fidelity Funds Glo AF 92,98%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr