Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Bauern wollen Herkunfts-Info für Fleisch in Restaurants

Agrar Bauern wollen Herkunfts-Info für Fleisch in Restaurants

Woher stammen die Chickenwings und das Putensteak auf dem Teller? Die Geflügelbranche möchte, dass Verbraucher das auf der Speisekarte lesen können. Nicht nur die Gastronomie reagiert darauf mit Skepsis.

Voriger Artikel
Flugsicherung: Mehr Luftverkehr wegen Billigfliegern
Nächster Artikel
Volkswagen baut Lkw-Geschäft aus

Masthähnchen-Haltung der Agrarproduktionsgesellschaft Agp Lübesse (Mecklenburg-Vorpommern) - Deutsche Geflügelbauern fordern eine Kennzeichnung der Herkunft von Fleisch in der Gastronomie.

Quelle: Jens Büttner/Archiv

Berlin. Die deutschen Geflügelbauern fordern Herkunftsangaben für Hähnchen und Putenfleisch in Restaurants und Imbissen.

"Während jeder Supermarktkunde bei Frischfleisch mit einem Blick aufs Etikett erkennen kann, aus welchem Land sein Geflügelfleisch kommt, bleibt der Außer-Haus-Bereich bei der Kennzeichnung ausgeklammert", sagte der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), Leo Graf von Drechsel, am Dienstag. Dabei sei es vielen Kunden wichtig, das Herkunftsland erkennen zu können. Die Gastronomiebranche wandte sich gegen eine generelle Pflicht zur Herkunftskennzeichnung.

"Der Gast, den es wirklich interessiert, kann nachfragen, und er bekommt Auskunft", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, der Deutschen Presse-Agentur. Speisekarten müssten aber lesbar bleiben. Sie verwies darauf, dass bereits Allergene und Zusatzstoffe angegeben würden, was erheblichen Aufwand bedeute. Auf freiwilliger Basis zeichneten viele Betriebe zudem schon die Herkunft ihres Fleisches aus, zum Beispiel bei regionaler Küche.

Die Geflügelwirtschaft argumentierte, Verbraucher wollten auch in Restaurants eine Wahl haben und sich zum Beispiel für oder gegen ein Hähnchenbrustfilet oder Putensteak aus Deutschland entscheiden können. Der Verband beruft sich auf eine von ihm in Auftrag gegebene Umfrage, nach der 83 Prozent der Deutschen wissen wollten, woher das Geflügel auf ihrem Teller komme. Solche Hinweise auf der Menütafel oder der Speisekarte suchten Interessierte aber fast immer vergebens. "Und das obwohl in Restaurants, Kantinen und Imbissen über 50 Prozent des Geflügelfleisches in Deutschland verzehrt werden."

In der Schweiz sei eine Herkunftskennzeichnung für Gastronomen seit langem vorgeschrieben, während sich in Deutschland nichts in diese Richtung bewege, beklagte der ZDG.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisierte den Vorstoß. "Gegen mehr Transparenz in der Gastronomie ist nichts einzuwenden", sagte Vize-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt. Es sei aber ein Täuschungsmanöver, wenn sich die Geflügelwirtschaft jetzt als Verbraucherschützer inszeniere. "Beim Thema Tierhaltung blockiert die Branche gleichzeitig mit allen Mitteln überfällige Verbesserungen und echte Transparenz." Auch wenn das Hähnchenschnitzel aus Deutschland komme, stamme es aus einer Hochgeschwindigkeitsmast, in der unter anderem Antibiotikagaben an der Tagesordnung seien. "Es ist höchste Zeit, dass die Verbraucher darüber auf der Speisekarte und im Supermarkt aufgeklärt werden."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.514,00 -0,19%
TecDAX 1.685,00 -0,63%
EUR/USD 1,0657 -0,02%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

BAYER 87,14 +0,62%
DT. TELEKOM 14,67 +0,62%
FMC 72,53 +0,60%
DT. BANK 14,75 -1,82%
VOLKSWAGEN VZ 118,49 -0,60%
CONTINENTAL 165,51 -0,52%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 158,73%
Structured Solutio AF 154,97%
Stabilitas PACIFIC AF 151,07%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr