Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Belgien wirft Großbank UBS Geldwäsche und Steuerhinterziehung vor
Nachrichten Wirtschaft Belgien wirft Großbank UBS Geldwäsche und Steuerhinterziehung vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:35 26.02.2016
Die Ermittler haben das Geldhaus im Verdacht, belgische Kunden direkt kontaktiert zu haben, um sie zur Steuerhinterziehung zu verleiten. Foto: Ennio Leanza
Anzeige
Brüssel

Die belgische Justiz beschuldigt die Schweizer Großbank UBS der Geldwäsche. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Brüssel mit.

Der Bank werden zudem die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung sowie schwere und organisierte Steuerhinterziehung vorgeworfen. Sie werde als Täter oder Mittäter eingestuft. "UBS wird sich weiterhin gegen unbegründete Anschuldigungen zur Wehr setzen", teilte die UBS der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.

"Wir nehmen die Medienartikel zur Kenntnis, die darauf hinweisen, dass im Fall Belgien als nächster Schritt eine offizielle Untersuchung eröffnet wird", so die UBS weiter. Die Ermittler haben das Geldhaus im Verdacht, belgische Kunden direkt kontaktiert zu haben, um sie zur Steuerhinterziehung zu verleiten. An den Untersuchungen waren über ein Rechtshilfeersuchen auch französische Behörden beteiligt.

Die Bank hatte in den vergangenen Jahren schon in einigen Ländern mit teuren Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen. Dabei ging es etwa um mögliche Beihilfe zu Steuerhinterziehung und Wertschriftenbetrug.

Wegen der Beteiligung an Manipulationen von Devisenkursen hat UBS hohe Vergleichszahlungen an Behörden in mehreren Ländern geleistet. Zur Beilegung im Steuerstreit mit Deutschland und den USA hat die Großbank bereits Hunderte Millionen Euro gezahlt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Berlin (dpa) - Der gesetzliche Mindestlohn könnte einem Zeitungsbericht zufolge 2017 von 8,50 auf 8,80 Euro steigen. Eine stärkere Erhöhung lasse die maßgebliche Orientierung an der Tariflohnentwicklung nicht zu, berichtete der "Tagesspiegel" (Samstag) unter Berufung auf Kreise der Mindestlohnkommission.

26.02.2016

Der kräftige Rückgang der Ölpreise entlastet die Verbraucher in Deutschland. Die Inflationsrate sinkt auf den Nullpunkt, vor allem Heizöl und Kraftstoffe sind deutlich billiger als vor einem Jahr.

26.02.2016

Der Chemieriese BASF kämpft mit dem Ölpreisverfall. Auch für das laufende Jahr rechnet Konzernchef Bock im Öl- und Gasgeschäft mit einem kräftigen Gewinnrückgang. Sorgen macht ihm auch die Entwicklung in China.

26.02.2016
Anzeige