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Wirtschaft Boeing hat nach Tankflugzeug-Problemen wieder Rückenwind
Nachrichten Wirtschaft Boeing hat nach Tankflugzeug-Problemen wieder Rückenwind
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15:33 21.10.2015
Verkauft sich weiterhin hervorragend: Beoing 787 Dreamliner werden in der Werft in Everett bei Seattle montiert. Foto: Gail Hanusar/Boeing
Chicago

Gute Geschäfte mit Verkehrs- und Militärjets geben dem Flugzeugbauer Boeing Rückenwind. Nach teurem Ärger bei der Entwicklung eines neuen Tankflugzeugs im Sommer hob der Airbus-Rivale aus den USA seine Prognosen für das laufende Jahr wieder etwas an.

Auch eine größere Zahl ausgelieferter Verkehrsflugzeuge soll dem Konzern 2015 mehr Gewinn einspielen als zuletzt gedacht. Beim Langstreckenjet 787 "Dreamliner" zahlt Boeing aber immer noch drauf.

Am Aktienmarkt wurden die Nachrichten mit Wohlwollen aufgenommen. Im vorbörslichen New Yorker Handel legte der Kurs der Boeing-Papiere um mehr als zwei Prozent zu.

Im dritten Quartal steigerte Boeing den Umsatz auf 25,85 Milliarden US-Dollar (22,8 Mrd Euro), neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Überschuss sprang um ein Viertel auf 1,7 Milliarden Dollar nach oben und übertraf damit deutlich die Erwartungen der Branchenexperten.

Dazu trug auch bei, dass die Kosten für den Bau des "Dreamliners" nicht so hoch ausfielen wie von Experten erwartet. Vier Jahre nach der Auslieferung des ersten Exemplars kostet jede gebaute Maschine aber noch immer mehr, als Boeing dafür einnimmt. Mit dem Problem ist das Unternehmen nicht allein. Konkurrent Airbus will mit dem weltgrößten Passagierjet A380 in diesem Jahr erstmals Geld verdienen - acht Jahre nach der Erstauslieferung.

Während das Geschäft mit Verkehrsflugzeugen Boeing im dritten Quartal etwas weniger Gewinn einspielte als ein Jahr zuvor, machte die Rüstungs- und Raumfahrtsparte den Rückgang mehr als wett.

Im Gesamtjahr will Boeing nun 755 bis 760 Verkehrsjets ausliefern. Das sind fünf Maschinen mehr als bisher angekündigt. Der Umsatz soll 95 bis 97 Milliarden Dollar erreichen, eine halbe Milliarde mehr als zuletzt in Aussicht gestellt.

dpa

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