Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Bombardier will Airbus und Boeing Konkurrenz machen
Nachrichten Wirtschaft Bombardier will Airbus und Boeing Konkurrenz machen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:55 14.06.2015
Der kanadische Hersteller Bombardier will Boeing und Airbus bei Mittelstrecken-Jets Konkurrenz machen. Foto: Bombardier
Anzeige
Le Bourget

Bombardier-Chef Fred Cromer erwartet in den kommenden 20 Jahren einen stark wachsenden Markt bei den Mittelstreckenjets mit bis zu 150 Sitzen. Bis 2034 sollen in dem Bereich nach einer am Sonntag vorgestellten Marktstudie 12 700 Maschinen im Wert von knapp 50 Milliarden Euro verkauft werden. "Wir wollen einen großen Anteil an diesem Markt", sagte Cromer in Le Bourget bei Paris.

Starke Verkaufszuwächse erwartet Bombardier etwa in China, wo unter anderem neue Regionalflughäfen für Aufschwung sorgten. "Es ist wichtig, dass wir in dem Markt dabei sind", sagte Cromer.

Mit den Fliegern CS100 und CS300 präsentiert Bombardier nach den Worten Cromers seit Jahrzehnten das erste komplett neu entwickelte Mittelstreckenflugzeug in Le Bourget. Gegenüber vergleichbaren Jets versprechen die Hersteller 20 Prozent weniger Spritverbrauch und eine deutliche Lärmreduzierung.

Der Konzern war bisher für kleinere Regionaljets bekannt. Von der C-Serie sollen nach dem Erstflug 2013 im kommenden Jahr die ersten Exemplare bei der Lufthansa-Tochter Swiss in den Liniendienst gehen. Die CS300 als größere Version macht den kleineren Ausgaben des Airbus A320, der A319, und der Boeing 737 Konkurrenz.

Unter Kaufabsichten für gut 600 Maschinen hat Bombardier bisher nur 243 feste Bestellungen. Die Bombardier-Spitze zeigte sich in Le Bourget zuversichtlich mit Blick auf laufende Verkaufsgespräche.

Das boomende Geschäft auf der Kurz- und Mittelstrecke lockt auch andere Flugzeugbauer. Seit Jahren arbeiten der russische Hersteller Irkut und die chinesische Comac an Modellen.

Bei Airbus und Boeing verkaufen sich die Mittelstreckenjets A320 und 737 glänzend, auch Langstreckenflieger wie der neue Airbus A350 und Boeings 787 "Dreamliner" sind stark gefragt. Doch Giganten wie der doppelstöckige Airbus A380 und Boeings modernisierter Jumbo-Jet 747-8 haben heftige Absatzprobleme.

In Le Bourget nutzen Flugzeugbauer traditionell die Gelegenheit, um möglichst hohe Zahlen für umfassende Abschlüsse zu präsentieren. Während der Airshow vom 15. bis zum 21. Juni wollen 2260 Aussteller aus 47 Ländern ihre neuesten Produktionen präsentieren. Von den sieben Ausstellungstagen sind die ersten vier den etwa 140 000 erwarteten professionellen Besuchern vorbehalten. Anschließend steht die Airshow für alle Interessierten offen.

Erstmals wurde die Luftfahrtmesse 1909 in Paris veranstaltet. Ein Jahr zuvor war die Ausstellung von Flugzeugen noch Teil eines Autosalons.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf der Suche nach neuen Erlösquellen will die Lufthansa mit den Daten ihren Fluggäste Geld verdienen. Ein Konzernsprecher bestätigte einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

14.06.2015

Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche hat die deutsche Politik zu mehr Engagement beim Ausbau der Digitalisierung aufgerufen. "Die digitale Infrastruktur in Deutschland passt nicht zum Entwicklungstempo, sie ist nach wie vor leider nur Mittelmaß", sagte Zetsche der Zeitung "Sonntag Aktuell".

14.06.2015

Anshu Jain soll nach Medienberichten nach seinem Abschied als Co-Chef der Deutschen Bank ein halbes Jahr lang umsonst für den Konzern arbeiten. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf Unternehmenskreise.

13.06.2015
Anzeige