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Bosch setzt auf massiven Stellenabbau in Industriesparte

Industrie Bosch setzt auf massiven Stellenabbau in Industriesparte

Die Tochterfirma Bosch Rexroth ist seit längerem ein Problemfall beim Technologieriesen. Schon vergangenes Jahr wurden Stellenstreichungen bekanntgegeben, nun folgt die nächste Kürzung.

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Das Bosch Rexroth-Werk in Lohr am Main (Bayern).

Quelle: David Ebener

Lohr. Der Technologiekonzern Bosch kürzt in seiner Industriesparte massiv Stellen. In den kommenden drei Jahren sollen bis zu 1150 Jobs an sechs deutschen Standorten der Tochterfirma Bosch Rexroth wegfallen.

Dies teilte das Unternehmen mit Sitz in Lohr (Bayern) am Dienstag mit. Zur Begründung wies die Firma auf die weltweit sinkende Nachfrage nach den angebotenen Produkten.

Es geht um den Firmenbereich Mobile Anwendungen, wo Bauteile etwa für Bagger, Gabelstapler und Traktoren hergestellt werden. In dieser Sparte arbeiten in Deutschland 6200 Menschen - etwa jeder Fünfte dürfte spätestens 2019 seinen jetzigen Job verloren haben. Insgesamt arbeiten bei der Bosch-Tochter weltweit 33 700 Menschen, davon etwa 16 000 in Deutschland (Stand: Januar 2015).

Die IG Metall kritisierte den "hektischen Aktionismus", den Bosch Rexroth zeige. "Bei Schwierigkeiten in einem Bereich reflexartig den Rotstift an den Personalkosten anzusetzen, greift deutlich zu kurz", sagte IG-Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler. Einschränkungen beim Entgelt mache die Gewerkschaft nicht mit. "Die Beschäftigten zahlen nicht die Zeche für Fehler beim Management."

In Stein gemeißelt ist der Stellenabbau noch nicht. Nach Darstellung von Firmenchef Karl Tragl könnten weniger Jobs gestrichen werden, sollte sich die Arbeitnehmerseite in den noch ausstehenden Gesprächen etwa über den Sozialplan bewegen.

Doch die Lage ist einigermaßen festgefahren: Gespräche gibt es schon seit dem Sommer, als die Firma ihre Pläne für einen 450 Millionen Euro schweren Sparkurs vorstellte, das Ausmaß der Jobkürzungen aber noch offenließ. Seither wirft die IG Metall der Firmenspitze immer wieder vor, nicht mit offenen Karten zu spielen.

Betroffen sind neben der Unternehmenszentrale im Lohr weitere Standorte in Bayern (Augsfeld und Elchingen) sowie in Baden-Württemberg (Horb und Schwieberdingen) und im Saarland (Homburg). Bereits vor einem Jahr hatte es schlechte Nachrichten für die Beschäftigten gegeben, damals hatte die Firma den Abbau von 580 Jobs in einem anderen Bereich angekündigt.

dpa

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