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Wirtschaft Chinas Börsenturbulenzen: Talfahrt an den Märkten geht weiter
Nachrichten Wirtschaft Chinas Börsenturbulenzen: Talfahrt an den Märkten geht weiter
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15:30 02.09.2015
Die weiterhin bröckelnden Kurse zeigen nach Ansicht von Experten, dass Chinas Anleger das Vertrauen in die Märkte seit Beginn des Crashes Mitte Juni noch immer nicht wiedergewonnen haben. Foto: How Hwee Young
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Shanghai

Chinas Börsen kommen nicht zur Ruhe. Nachdem die Regierung Stützungsmaßnahmen für die Märkte auf Eis gelegt hat, sanken die Kurse am Mittwoch bereits den dritten Tag in Folge.

Der wichtige Composite Index in Shanghai beendete den Handel 0,2 Prozent im Minus, nachdem er mit einem Abschlag von über 4 Prozent gestartet war. Auch in Shenzhen gab die Börse wieder nach: Der Component Index büßte am Mittwoch 1,06 Prozent ein.

Die weiterhin bröckelnden Kurse zeigen nach Ansicht von Experten, dass Chinas Anleger das Vertrauen in die Märkte seit Beginn des Crashes Mitte Juni noch immer nicht wiedergewonnen haben. Befeuert wurden die Kursabschläge durch zuletzt schlechte Konjunkturdaten. Für zusätzliche Verunsicherung dürfte in dieser Woche aber auch ein Strategiewechsel der Regierung im Umgang mit der Börsenkrise gesorgt haben.

Statt weiterhin Milliardensummen in den Markt zu pumpen, führten Behörden am Montag in Staatsmedien unter anderem einen Journalisten und einen Börsenaufseher vor, die ein "Geständnis" darüber ablegten, für die Turbulenzen mitverantwortlich zu sein. Analysten werteten die Präsentation dieser Südenböcke als verzweifeltes Ablenkungsmanöver der Regierung, weil sie ratlos sei, wie sie die Lage an den Märkten beruhigen soll.

Seit Sommer vergangenen Jahres war der Leitindex in Shanghai zunächst um über 150 Prozent gestiegen, weil Privatanleger im Börsenfieber in großen Mengen auf Kredit Aktien kauften. Diese Übertreibung ging Mitte Juni in eine scharfe Korrektur über, in der die Kurse seitdem um rund 40 Prozent abgesackt sind.

Zumindest in den kommenden zwei Tagen können Chinas Anleger durchatmen: Die Börsen bleiben wegen Feierlichkeiten und einer Militärparade 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges geschlossen.

dpa

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