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Chinesischer Investor hält schon fast 60 Prozent an Kuka

Maschinenbau Chinesischer Investor hält schon fast 60 Prozent an Kuka

Der Investor Midea wollte mindestens 30 Prozent der Anteile am Roboterbauer Kuka aufkaufen. Diese Zielmarke haben die Chinesen schon jetzt weit übertroffen - um fast das Doppelte. Dabei haben die Kuka-Aktionäre noch mehr drei Wochen Zeit, um an Midea zu verkaufen.

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Ein Ford-Mitarbeiter montiert mit einem Robotor des Herstellers Kuka einen Stoßdämpfer.

Quelle: Oliver Berg/Archiv

Augsburg. Nach der Übernahme der Aktien von zwei deutschen Großaktionären hat der chinesische Investor Midea die absolute Mehrheit beim Roboterhersteller Kuka bereits deutlich überschritten. Wie der Hausgeräte-Hersteller aus China berichtete, hält Midea inzwischen mehr als 57 Prozent an Kuka.

Midea bietet den anderen Eignern des Augsburger Unternehmens 115 Euro pro Aktie, bis kommenden Freitag können die Aktionäre das Angebot noch annehmen. Da Midea allerdings das Mindestziel von 30 Prozent weit überschritten hat, wird es danach noch einmal eine zweiwöchige Nachfrist bis Anfang August geben für die Anleger, die zunächst unentschlossen waren und noch nicht an Midea verkauft haben.

Midea hatte bereits in den ersten Monaten des Jahres sich mehr als 13 Prozent an Kuka gesichert und dann die Übernahmepläne bekannt gemacht. Die beiden anderen Kuka-Großaktionäre, der Unternehmer Friedhelm Loh und der Voith-Konzern, hatten sich vor wenigen Tagen entschieden, sich von ihren Anteilen im Umfang von rund 35 Prozent zu trennen und das Midea-Angebot anzunehmen.

Dadurch schnellten die Midea-Anteile binnen einer Woche von 17,7 auf 57,3 Prozent nach oben. Für den Kauf der im Rahmen des Übernahmeverfahrens angebotenen Aktien muss Midea bereits jetzt mehr als zwei Milliarden Euro aufwenden.

Die Übernahmepläne aus China sorgen seit Wochen für Diskussionen, insbesondere weil Kuka Zukunftstechnologien wie die "Industrie 4.0", worunter die komplette Digitalisierung der Produktion verstanden wird, mit vorantreibt. Immer wieder wurde kritisiert, dass kein Investor aus Europa ein Gegenangebot vorgelegt hat. Dafür hatte unter anderem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) geworben.

Der Kuka-Vorstand hat mit Midea eine bis einschließlich 2023 gültige Investorenvereinbarung getroffen, um bis dahin die Unabhängigkeit der Konzernzentrale in Augsburg zu sichern. Midea garantiert darin unter anderem die Jobs der 12 300 Mitarbeiter und alle Unternehmensstandorte. Auf Basis dieses Vertrages haben der Vorstand und der Aufsichtsrat von Kuka den Aktionären die Annahme des Midea-Angebots empfohlen.

dpa

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