Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
DGB-Studie: Jeder zweite Azubi fühlt sich stark belastet

Ausbildung DGB-Studie: Jeder zweite Azubi fühlt sich stark belastet

Viele Unternehmen suchen händeringend neue Azubis. Doch in manchen Branchen bieten die Firmen miese Bedingungen. Das beklagt zumindest der DGB - und fordert schärfere Gesetze.

Voriger Artikel
Sommerloch für deutsche Maschinenbauer: Aufträge brechen ein
Nächster Artikel
Stimmung in britischer Industrie besser als vor Brexit-Votum

Fast 60 Prozent der Azubis kommen krank zur Arbeit.

Quelle: Patrick Seeger/Archiv

Berlin. Zehntausende Azubis leiden laut einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) unter Überstunden, Leistungsdruck und dem Fehlen von jeglicher Anleitung. So gibt mehr als jeder Dritte an, regelmäßig Überstunden leisten zu müssen, wie der DGB-Ausbildungsreport 2016 zeigt.

Davon muss fast jeder Fünfte nach eigenen Angaben mehr als fünf Überstunden pro Woche leisten, die anderen lediglich bis zu fünf Stunden.

In der Gastronomie, dem Handel und im Handwerk sind die Zustände laut DGB oft schlechter als in anderen Branchen. Viele Probleme gibt es demnach bei Köchen, Malern und Lebensmittel-Fachverkäufern. So gaben 55 Prozent der angehenden Köche an, regelmäßig Überstunden leisten zu müssen. Insgesamt kommen fast 60 Prozent der Azubis auch trotz Krankheit zur Arbeit.

Für die Studie wurden laut Gewerkschaftsbund mehr als 13 000 Azubis befragt. Bei einem Drittel fehlt demnach ein Ausbildungsplan, bei 13 Prozent findet überhaupt oder fast keine fachliche Anleitung statt. Mehr als jeder Zweite fühlt sich durch schlechte Arbeitsbedingungen oder hohe Anforderungen stark belastet. Jeder Fünfte fühlt sich hohem Leistungs- und Zeitdruck ausgesetzt.

Mit knapp 72 Prozent der Azubis ist aber die Mehrheit mit der Ausbildung zufrieden. Der Wert ist in den vergangenen zwei Jahren leicht gestiegen, davor aber deutlich gefallen. Einen Rückgang gab es bei regelmäßigen Überstunden von 41 Prozent vor fünf Jahren auf 35 Prozent.

Der DGB forderte schärfere gesetzliche Vorgaben durch ein novelliertes Berufsbildungsgesetz. "Der Gesetzgeber kann nicht mehr zusehen, wie die duale Ausbildung vor die Wand fährt", sagte Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller.

Vize-DGB-Chefin Elke Hannack forderte die Wirtschaft zu mehr Plätzen auf - auch für die vielen Flüchtlinge. Mit 522 200 Ausbildungsverträgen im vergangenen Jahr sei der Ausbildungsmarkt erstmals seit 2011 nicht geschrumpft. Doch nur jeder fünfte Betrieb bilde aus. In der Allianz für Aus- und Weiterbildung habe sich die Wirtschaft zu jährlich zusätzlich 20 000 Plätzen verpflichtet. "2015 hat die Wirtschaft gerade mal 7300 zusätzliche Plätze geschaffen", kritisierte Hannack. Nötig sei ein steuerfinanziertes Bund-Länder-Programm für Problemregionen.

Hannack warf den Unternehmen zudem eine "Bestenauslese" vor. Jugendliche mit Hauptschulabschluss würden oft ausgeschlossen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.405,50 -2,08%
TecDAX 1.781,00 -1,18%
EUR/USD 1,1251 +0,20%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

BEIERSDORF 83,62 -0,52%
THYSSENKRUPP 20,95 -0,61%
INFINEON 15,38 -0,63%
DT. BANK 10,65 -6,10%
VOLKSWAGEN VZ 115,95 -2,70%
ALLIANZ 132,70 -2,51%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
AXA IM Fixed Incom RF 211,35%
Bakersteel Global AF 155,39%
Crocodile Capital MF 129,14%
Stabilitas PACIFIC AF 128,12%
Morgan Stanley Inv AF 120,36%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr