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Daimler setzt Hoffnungen weiter auf China

Auto Daimler setzt Hoffnungen weiter auf China

Der Stuttgarter Autobauer Daimler sieht trotz schwächerer Wachstumsaussichten in China keinen Anlass zur Sorge. "Auch in China hat Mercedes-Benz allen Grund zur Zuversicht", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche.

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In der ersten Jahreshälfte hat Daimler knapp 900 000 Autos der Marke Mercedes-Benz verkauft. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Stuttgart. e. Alle Prognosen gingen nach wie vor von Wachstum aus, wenn auch mit einer gewissen Abschwächung. Er sehe die Gefahr von Überkapazitäten unter normalen Entwicklungen deshalb nicht. In diesem Jahr sollte der Markt in China noch einmal deutlich zulegen, so die Erwartung des Autobauers.

Die Vereinigung der chinesischen Autohersteller (CAAM) hatte ihre Vorhersage für den Absatz auf dem weltgrößten Fahrzeugmarkt in diesem Jahr jüngst von bisher sieben auf nur noch drei Prozent heruntergeschraubt. Daimler profitiert auf dem chinesischen Markt allerdings von einer Art Sonderkonjunktur.

Im Juni verkauften die Schwaben in China 38,5 Prozent mehr Autos, während der Absatz der Erzrivalen Audi und BMW schwächelten. Die Schwaben drängten später auf den für die Autobauer so wichtigen Markt, jetzt haben sie - so Experten - noch einen gewissen Neuigkeitswert. Nach Einschätzung von Zetsche dürfte das anhalten.

"Wir sehen natürlich, dass der Markt in seiner Wachstumsdynamik nachgelassen hat", sagte Zetsche. Das Ziel sei aber weiterhin, in China deutlich mehr als 300 000 Autos zu verkaufen.

Audi will in diesem Jahr trotz der Schwäche doppelt so viele Autos loswerden. Im ersten Halbjahr waren es bei Daimler 165 000 - während Audi auf 274 000 und BMW auf 230 000 kam. Generell sei eine "Kaufzurückhaltung chinesischer Kunden im gehobenen Marktsegment deutlich spürbar", sagte ein Audi-Sprecher.

Man habe in der Vergangenheit das Potenzial nicht ausgeschöpft, räumte Zetsche ein und sieht darin nun gerade die Chance der Schwaben. "Das gilt so für die Wettbewerber nicht." Zuletzt investierten die Stuttgarter verstärkt in ihr Händlernetz und fertigt inzwischen zu großen Teilen vor Ort.

Vertriebsvorstand Ola Källenius sagte dem Magazin "Börse Online", der Optimismus für den chinesischen Markt werde sich "in der Produktion niederschlagen, über eine Erhöhung der Stückzahlen und die Lokalisierung weiterer Baureihen, etwa in der Kompaktklasse."

Dabei geht Daimler weltweit für das laufenden Jahr inzwischen von einer schwächeren Autokonjunktur aus. Für den gesamten Pkw-Markt erwarten die Stuttgarter nur noch ein Plus von zwei Prozent - bislang waren es drei Prozent. Daimler will seinen Absatzrekord von 2014 in diesem Jahr trotzdem einstellen. Allein im zweiten Jahresviertel verkaufte Daimler gut eine halbe Million Autos.

Daimlers Erlöse stiegen dank der starken Autoverkäufe und des schwachen Dollars im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 37,5 Milliarden Euro. Unterm Strich verdiente Daimler mit 2,4 Milliarden Euro etwa acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um 20 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro.

Im Lkw-Geschäft, das etwa 17 Prozent seiner Umsätze ausmacht, konnte Daimler seine Profitabilität gegenüber dem Vorjahr steigern. Vor allem in den USA und Europa lief das Geschäft gut. Für den Heimatkontinent rechnet der Autohersteller für den Gesamtmarkt inzwischen mit einem deutlicheren Plus als bislang.

Im Kerngeschäft mit Autos lag die operative Marge, der Anteil vom Gewinn am Umsatz, erstmals seit vier Jahren über der Zielmarke von zehn Prozent. "Jetzt geht es darum, dieses Niveau nachhaltig zu sichern", sagte Zetsche. Grund für Daimlers Gewinnentwicklung ist das Absatzplus und ein Sparprogramm, das in diesem Jahr seine volle Wirkung entfaltet. Nord/LB-Analyst Frank Schwope rechnet damit, dass sich die nächsten zwei Geschäftsjahre als "relativ ertragreich" darstellen dürften.

Das erklärte Ziel von Daimler ist es allerdings, die Rivalen Audi und BMW auszustechen - nicht nur bei der Profitabilität, sondern auch bei Umsatz und Absatz. Im letzten Punkt müssen die Stuttgarter sich noch recken - vor allem in China.

dpa

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