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Nachrichten Wirtschaft Das sind die neuen Nachtzug-Routen
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16:57 07.10.2016
Die ÖBB übernehmen Nachtzug-Verbindungen der Deutschen Bahn und erweitern damit ihr Angebot an Nightjet-Strecken. Quelle: ÖBB
Berlin

Nachts in Deutschland einsteigen, morgens in Österreich, in der Schweiz oder in Italien ankommen: Das ist laut Fahrplan ab dem 11. Dezember auf folgenden Strecken möglich (Haltestellen nicht vollständig):

  • Hamburg-Hannover-Göttingen-Wien
  • Düsseldorf-Köln-Bonn-Mainz-Frankfurt-Nürnberg-Wien
  • Hamburg-Berlin-Halle (Saale)-Freiburg-Basel-Zürich
  • Hamburg-Hannover-Göttingen-München-Augsburg-Innsbruck
  • Düsseldorf-Köln-Bonn-Mainz-Frankfurt-Augsburg-München-Innsbruck
  • München-Venedig
  • München-Salzburg-Florenz-Rom
  • München-Salzburg-Verona-Mailand

Es handelt sich um neue und um bestehende Verbindungen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Das Unternehmen übernimmt einen Teil der Nachtzüge mit Schlaf- und Liegewagen, die die Deutsche Bahn aufgibt – diese zieht sich aus dem Geschäft zurück.

Auf vier dieser Strecken werden auch Autos und Motorräder befördert: Hamburg-Wien (täglich), Düsseldorf-Wien (4-mal wöchentlich), Hamburg-München-Innsbruck (täglich) und Düsseldorf-München-Innsbruck (3-mal wöchentlich).

Wie lange dauert die Reise im Nightjet?

Laut dem Fahrplan der ÖBB für 2017 wird der Nachtzug um 21:57 Uhr in Hannover und um 22:57 Uhr in Göttingen halten. Die Ankunft in Wien ist für 08:19 Uhr geplant. Wer dagegen um 23:02 Uhr in Berlin oder um 00:20 Uhr in Halle (Saale) einsteigt, erreicht um 09:05 Uhr Zürich.

Wie viel kostet eine Fahrkarte?

Die ÖBB bieten verschiedene Preise an – je nachdem, welchen Komfort der Kunde wünscht. Wie das Unternehmen erklärt, zahlt zum Beispiel ein Geschäftsreisender, der von Berlin nach Zürich fährt, 139 Euro für ein Einzelabteil mit Bett und Frühstück. Dagegen kostet ein Familienabteil für die Strecke Düsseldorf-Innsbruck 199 Euro (inklusive Frühstück).

Warum trennt sich die Deutsche Bahn von den Strecken?

Die Deutsche Bahn zieht sich aus dem Geschäft mit Schlaf- und Liegewagen komplett zurück. Unterm Strich schrumpft das Angebot mit klassischen Nachtreisezügen auf etwa die Hälfte. Die Deutsche Bahn will stattdessen nachts mehr ICE- und IC-Züge mit Sitzplätzen einsetzen. Sie sollen die wegfallenden Schlafwagen ausgleichen und zielten auf „preissensible, junge Kunden“, sagte Bahn-Vorstandsmitglied Berthold Huber in Berlin.

Bislang ist die Deutsche Bahn zum Beispiel auch zwischen Köln und Prag, Köln und Warschau oder von Amsterdam nach München und Innsbruck mit Schlaf- und Liegewagen unterwegs. ÖBB-Vorstandschef Andreas Matthä sagte, sein Unternehmen habe nur diejenigen Nachtzugstrecken übernommen, für die es einen Markt gebe. Die Deutsche Bahn verabschiedet sich aus dem Geschäft, weil sie damit jahrelang Millionendefizite erwirtschaftete.

Von RND/dpa/wer

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