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Dax fährt 2015 fast zehn Prozent Gewinn ein

Börsen Dax fährt 2015 fast zehn Prozent Gewinn ein

Die Kurse am deutschen Aktienmarkt haben im Jahr 2015 kräftig geschwankt. Die Anleger waren hin- und hergerissen zwischen dem reichlich fließenden Billiggeld und Konjunktursorgen. Am Ende steht ein beachtliches Plus. Es gibt aber auch deutliche Verlierer im Dax.

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Feierlaune: Am letzten Handelstag eines insgesamt erfreulichen Börsenjahres 2015 stoßen Börsenhändler in Frankfurt am Main mit Sekt an.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Main. Der Dax hat ein erfolgreiches Börsenjahr 2015 hinter sich.

In einem nervenaufreibenden und von starken Schwankungen geprägten Jahr legte der deutsche Leitindex um 9,56 Prozent auf 10 743,01 Punkte zu - nach gerade einmal 2,65 Prozent Zuwachs im Vorjahr. Zugleich schloss der Dax am Mittwoch das vierte Jahr in Folge mit einem Plus ab.

Gestützt wurden die Kurse erneut vor allem vom Billiggeld der Zentralbanken, das seit Jahren die Aktienmärkte antreibt. Mitte des Jahres hatten jedoch Konjunktursorgen deutliche Spuren hinterlassen. Vor allem der Kursrutsch an den chinesischen Börsen und der Ölpreisverfall hatten den Anlegern Kopfschmerzen bereitet. Zwischen dem Jahrestief im September bei 9325 Punkten und dem Rekordhoch im April bei 12 390 Zählern liegen mehr als 3000 Punkte.

Am letzten und verkürzten Handelstag des Jahres gaben die deutschen Indizes nach: Der Dax sank um 1,08 Prozent. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,79 Prozent auf 20 774,62 Zähler nach unten. Das Technologiewerte-Barometer TecDax verlor 0,68 Prozent auf 1830,74 Punkte. Nach dem kräftigen Vortagesgewinn sei dem deutschen Aktienmarkt am letzten Handelstag die Puste ausgegangen, kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets die Entwicklung.

Unter den 30 Dax-Werten schnitt im Jahr 2015 die Aktie von Adidas am besten ab. Wer seit Jahresanfang in den Papieren des Sportartikel-Herstellers investiert ist, darf sich über einen Kursgewinn von rund 56 Prozent freuen. Denn die Herzogenauracher blicken wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Vor allem bei der Kernmarke läuft es rund. Auf den Plätzen zwei und drei liegen der Medizinkonzern Fresenius und der Halbleiter-Hersteller Infineon Technologies mit einem Plus von jeweils annähernd 53 Prozent.

Der in diesem Jahr schwächste Wert im deutschen Leitbarometer ist die Aktie von RWE mit einem Minus von rund 54 Prozent. Wie Konkurrent Eon leidet der Essener Versorger unter der Energiewende in Deutschland und den Sorgen um die atomaren Altlasten. Eon-Papiere verloren gut 37 Prozent. Drittschlechtester Dax-Wert sind die Vorzugsaktien von Volkswagen mit einem Minus von annähernd 28 Prozent. Der Skandal um manipulierte Abgaswerte hatte hier die Anleger verschreckt.

Am Rentenmarkt kletterte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,45 Prozent am Vortag auf 0,49 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,33 Prozent auf 139,52 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,04 Prozent auf 157,80 Punkte vor. Der Kurs des Euro gab nach: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0926 (Dienstag: 1,0952) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9153 (0,9131) Euro.

dpa

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