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"Deepwater Horizon"-Katastrophe: Einigung mit BP gebilligt

Energie "Deepwater Horizon"-Katastrophe: Einigung mit BP gebilligt

2010 explodierte die Ölplattform "Deepwater Horizon" vor der US-Golfküste. Monatelang strömte Öl ins Meer, jahrelang wurde um Schadenersatz gerungen. BP muss über 20 Milliarden Dollar zahlen - doch ist froh um die Einigung.

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Brennende Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko.

Quelle: US Coast Guard/Archiv

Houston/London (dpa) - Ein US-Richter hat endgültig eine Einigung mit dem britischen Energiekonzern BP über die Zahlung von 20,8 Milliarden Dollar wegen der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko gebilligt.

Der Deal war bereits vor Monaten abgeschlossen worden, am Montag (Ortszeit) gab Richter Carl Barbier in New Orleans den entscheidenden Segen.

US-Justizministerin Loretta Lynch sprach von der "größten Strafe aller Zeiten wegen Umweltvergehen." Nun folge eines der größten Renaturierungsprogramme aller Zeiten. Nach Angaben des Ministeriums sollen Lebensräume wiederhergestellt, die Wasserqualität verbessert und Meeresressourcen geschützt werden.

Ein Sprecher des britischen Ölkonzerns BP sprach in London von einer "historischen Einigung". Man sei erfreut, dass der Richter zustimmte. Es handele sich um die zivilrechtliche Einigung von BP mit der US-Regierung, Bundesstaaten an der Golfküste sowie mit Kommunen. Das Geld müsse in den nächsten 18 Jahren gezahlt werden.  

Bei der Explosion der "Deepwater Horizon" im April 2010 kamen elf Menschen ums Leben. Über Monate konnte das Leck am Bohrloch nicht geschlossen werden - 3,19 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl liefen nach Berechnung eines US-Gerichtes ins Meer.

Es war eines der größten Unglücke in der Geschichte der Erdölförderung auf See. Erst nach vier gescheiterten Anläufen und 87 Tagen konnten Ingenieure eine Stahlglocke über die offene Quelle stülpen und den starken Strom aus dem Ölfeld stoppen. Mehr als 2000 Kilometer Küste wurden verschmutzt.

Allerdings kommt die Katastrophe BP alles in allem weitaus teurer als die 20,8 Milliarden Dollar. Ende 2015 ging der Konzern von Gesamtkosten von 55,5 Milliarden Dollar aus. Dabei sind neben diversen Strafzahlungen und Schadenersatz auch die Kosten von rund 14 Milliarden Dollar für die Schließung des Öllecks am Meeresgrund und anschließende Reinigungsarbeiten eingeschlossen - sowie weitere Kosten, die noch zusätzlich auf BP zukommen könnten.

Allein in einem Strafrechtsprozess hatte sich BP mit dem US-Justizministerium 2013 auf vier Milliarden Dollar geeinigt, in einer Vereinbarung mit geschädigten Geschäftsleuten und Bürgern auf 7,8 Milliarden Dollar.

dpa

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