Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Deutsche-Bank-Chef Cryan: Brexit-Votum schwächt London
Nachrichten Wirtschaft Deutsche-Bank-Chef Cryan: Brexit-Votum schwächt London
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 27.06.2016
Deutsche Bank-Chef Cryan rechnet mit einer «höheren Volatilität an den Finanzmärkten in den nächsten Wochen.» Quelle: Boris Roessler
Anzeige
Frankfurt/Main

"Der Finanzplatz London wird nicht sterben, aber er wird schwächer", sagte der Brite dem "Handelsblatt" (Montag). "Wir erwarten eine höhere Volatilität an den Finanzmärkten in den nächsten Wochen."

In dem historischen Brexit-Referendum hatten am Donnerstag knapp 52 Prozent der Briten dafür gestimmt, dass Großbritannien als erstes Land überhaupt die Europäische Union verlässt. Weil Banken für Dienstleistungen innerhalb der EU rechtlich selbstständige Tochterbanken mit Sitz in einem EU-Staat brauchen, könnten Finanzinstitute Personal aus der Londoner City abziehen.

Frankfurt hat als Alternative nach Einschätzung vieler Experten gute Karten. Im April hatte Cryan auf die Frage, wohin die Deutsche Bank ihre Londoner Aktivitäten mit gut 8000 Mitarbeitern im Falle eines Brexits verlagern könnte, gesagt: "Für uns würde es, wenn überhaupt, Frankfurt werden."

Entschieden ist aber noch nichts. Am vergangenen Freitag hatte Cryan erklärt, er rechne damit, dass die Verhandlungen über das künftige Verhältnis Großbritanniens zur EU mindestens zwei Jahre dauern werden: "In dieser Übergangszeit bleibt Großbritannien Mitglied der EU mit allen bestehenden Rechten und Pflichten und hat weiterhin Zugang zum gemeinsamen Binnenmarkt." Die Deutsche Bank gehe "derzeit nicht davon aus, dass wir unsere Struktur oder unser Geschäftsmodell in Großbritannien kurzfristig wesentlich ändern müssen".

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Zinstief macht den Banken zu schaffen. Die Genossenschaftsbanken wollen die Lasten nun anders verteilen. Privatkunden sollen aber weiterhin verschont bleiben.

27.06.2016

Die EU-Agrarminister wollen heute in Luxemburg darüber beraten, wie den Bauern in der aktuellen Milchkrise weiter geholfen werden kann. Dazu erwartet wird auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU).

27.06.2016

Der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius bekommt einen neuen Chef. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Ulf Schneider werde das Unternehmen bis Ende Juni auf eigenen Wunsch verlassen, teilte der Konzern mit.

26.06.2016
Anzeige