Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Deutschland verfehlt Weltspitze bei Innovation

Industrie Deutschland verfehlt Weltspitze bei Innovation

Kleine und mittelgroße Unternehmen in Deutschland schneiden in einer Untersuchung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) im internationalen Vergleich schlechter ab, als die anderer Länder. Ein Grund dafür ist die mangelnde Forschungsförderung.

Voriger Artikel
Chinas mächtiger Staatsfonds CIC nimmt Deutschland ins Visier
Nächster Artikel
Betrug mit CO2-Rechten: Weiterer Verdächtiger festgenommen

Im Gesamtvergleich belegte Deutschland im Innovationsindikator in diesem Jahr Platz fünf - hinter der Schweiz, Singapur, Finnland und Belgien.

Quelle: Ole Spata

Stuttgart (dpa) - Kleine und mittlere Unternehmen Deutschland geben einem Bericht zufolge weniger für Innovationen aus als ihre Pendants in anderen Ländern.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) der kleinen und mittleren Unternehmen machen in Deutschland 0,31 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus, wie es im Bericht zum Innovationsindikator des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) heißt, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Schweiz, Österreich, Dänemark, Finnland oder Südkorea erreichten fast das Dreifache.

Der Anteil der kleinen und mittelgroßen Unternehmen an den Forschungsausgaben der deutschen Wirtschaft liege in Deutschland lediglich bei 16 Prozent - in den USA seien es 19 Prozent, in Schweden 27 Prozent. "Man darf aus dem hohen Anteil an mittelständischen Weltmarktführern aus Deutschland nicht schließen, dass die kleinen und mittelständischen Firmen insgesamt innovativer sind als in anderen Ländern", sagte Acatech-Präsident Henning Kagermann. Häufig handele es sich um traditionsreiche Firmen aus klassischen Industrien ohne modernste Technologien. "Hidden Champions in Nischenmärkten wachsen selten zu Weltkonzernen, weil ihr Marktsegment enge Grenzen setzt."

Ein anderes Problem sei die mangelnde Förderung kleiner und mittelgroßer Firmen. Nur die Hälfte dieser Firmen verfüge überhaupt über eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung, deshalb würden sie von staatlichen Förderprogrammen nur bedingt erreicht, sagte Kagermann. "Der Zugang zu solchen Förderprogrammen muss einfacher werden. Zu viele Firmen fallen durch das Eingangsraster." Insbesondere beim Thema Industrie 4.0 dürften kleine und mittlere Unternehmen nicht abgehängt werden.

So müsse stärker über steuerliche Anreize für die Forschung und Entwicklung nachgedacht werden, so Kagermann. Hierzulande werden keine Steuererleichterungen für Firmen angeboten, die forschen. Stattdessen werden konkrete Projekte gefördert. Auch der BDI spricht sich für diese Form der Förderung aus. "Die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung zusätzlich zur Projektförderung würde einen internationalen Standortnachteil beseitigen", sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo. "Nationale Alleingänge schaden dem Standort."

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hatte zuletzt die Harmonisierung der Regeln für solche Innovationsboxen empfohlen. Dabei geht es darum, dass Steuererleichterungen für Einnahmen aus Urheberrechten und Patenten nur vorgesehen sind, wenn auch die Forschungsausgaben in dem jeweiligen Land getätigt werden.

Im Gesamtvergleich belegte Deutschland im Innovationsindikator in diesem Jahr Platz fünf - hinter der Schweiz, Singapur, Finnland und Belgien. "Eine gewisse Sorge, dass wir zurückfallen, wenn wir nicht innovativer werden, ist berechtigt", sagte Kagermann. "In der Gesamtwertung sollte Deutschland unter den ersten Drei sein."

Neben dem Gesamtranking vergleicht der Indikator die Staaten in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Staat und Gesellschaft. "Der zwölfte Platz für Deutschland im Subindikator Gesellschaft zeigt, dass es an der Akzeptanz für Innovation hapert", sagte BDI-Präsident Grillo. "Akzeptanz von Innovation und ein öffentliches Interesse an Innovation sind für die Entwicklung und Verbreitung neuer Produkte wichtig."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 11.192,50 +1,87%
TecDAX 1.734,50 +0,94%
EUR/USD 1,0612 -1,35%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 17,92 +3,37%
BAYER 93,10 +2,99%
THYSSENKRUPP 24,07 +2,11%
RWE ST 11,19 -4,51%
E.ON 6,35 -2,02%
MÜNCH. RÜCK 175,60 -1,04%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 165,03%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,00%
Polar Capital Fund AF 103,34%
Fidelity Funds Glo AF 92,98%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr