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Wirtschaft Dobrindt verlangt Rückruf von Fiat-Modellen
Nachrichten Wirtschaft Dobrindt verlangt Rückruf von Fiat-Modellen
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16:17 15.01.2017
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) verlangt einen Rückruf von Fiat-Modellen. Quelle: dpa
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Berlin

„Die italienischen Behörden wissen seit mehreren Monaten von uns, dass Fiat nach Auffassung unserer Fachleute illegale Abschalteinrichtungen verwendet. Fiat hat sich bisher verweigert, an der Aufklärung mitzuwirken“, sagte Dobrindt der „Bild am Sonntag“. Er habe die EU-Kommission eingeschaltet: „Die muss konsequenterweise dafür sorgen, dass für die Fiat-Fahrzeuge ein Rückruf organisiert wird.“

Zuletzt hatte Fiat Chrysler-Chef Sergio Marchionne nach Vorwürfen der Abgas-Manipulation jeden Vergleich mit VW scharf zurückgewiesen und erklärt, man habe „keinerlei Betrug begangen“. Dennoch erhöhte die EU den Druck auf das Unternehmen und die italienischen Behörden.

EU-Kommission: Anschuldigungen sind besorgniserregend

In den USA steht der Branchenriese im Verdacht, bei rund 100.000 Dieselwagen die Emissionswerte von Stickoxiden gefälscht zu haben. Dies hatte das Umweltamt EPA am Donnerstag mitgeteilt. Es geht um Software zur Abgaskontrolle, die Fiat Chrysler nicht offengelegt haben soll.

Die EU-Kommission nannte die Anschuldigungen „besorgniserregend“. Man werde mögliche Auswirkungen für in Europa verkaufte Autos prüfen. In Brüssel war von Schätzungen die Rede, wonach in der EU ungefähr 33.000 betroffene Jeep und Dodge im Umlauf sein dürften.

Abgas-Affäre stürzte VW in eine tiefe Krise

Volkswagen hatte im Herbst 2015 eingeräumt, bei Diesel-Abgastests getäuscht zu haben. Betroffen waren Millionen Autos. Dies hatte VW in eine schwere Krise gestürzt. Ob es sich bei den bei Fiat Chrysler beanstandeten Programmen wie bei Volkswagen um illegale Abschalteinrichtungen („defeat devices“) handelt, muss laut EPA erst noch ermittelt werden.

Von dpa/RND

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