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Wirtschaft Drei Buggys sind „mangelhaft“
Nachrichten Wirtschaft Drei Buggys sind „mangelhaft“
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12:46 21.03.2018
Welches ist das beste Modell? Die Warentester untersuchten vor allem den Sitzkomfort und die Handhabung. Quelle: dpa
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Berlin

Ein hoher Preis sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität eines Buggys aus. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest. Nur zwei von zwölf getesteten Modelle schnitten mit der Note „gut“ ab. Der Testsieger Litetrax 4 von Joie gehört dabei mit einem Preis von 180 Euro zu den günstigeren Modellen. Ebenfalls mit „gut“ bewerteten die Tester den Pace von iCoo für 299 Euro.

Drei Buggys fielen dagegen durch, weil Bezüge, Griff oder Regenhaube Schadstoffe enthielten. Sie wurden mit „mangelhaft“ bewertet. Dazu gehörten der Rapid 4 von Hauck für 119 Euro und der Luca+ 308 von Chic 4 Baby für 156 Euro. Sieben Modelle schnitten mit „befriedigend“ ab.

Eltern sollten Buggy aufrecht schieben können

Kriterien für die Tester waren unter anderem, wie gut die Lehne den kindlichen Rücken stützt und wie weit sie sich zurückklappen lässt, wenn das Kind schläft. Außerdem spielten die Handhabung und enthaltene Schadstoffe eine Rolle.

Damit alle entspannt unterwegs sind, sollten Eltern bei der Wahl des richtigen Buggys nicht nur ihr Kind im Blick haben, raten die Tester der Stiftung Warentest. Für eine entspannte Armhaltung etwa sei auch entscheidend, dass sie das Gefährt aufrecht gehend schieben können. Ideal sind der Stiftung Warentest zufolge Modelle mit höhenverstellbaren Griffen. Wer größer als 1,80 Meter ist, stößt allerdings auch da mitunter an Grenzen. Dann lohne es sich, ein besonders hohes Modell zu kaufen.

„Buggyschäden gibt es nicht“

Wie lange Kinder im Buggy kutschiert werden können, hängt den Testern zufolge auch vom Modell ab. In manchen sitzen Kinder schon ab zweieinhalb Jahren nicht mehr bequem, andere bieten bis nach dem dritten Geburtstag Platz. Generell sollten Kinder erst im Buggy Platz nehmen, wenn sie frei sitzen können, sagt Prof. Robert Rödl, Vorsitzender der Vereinigung für Kinderorthopädie von der Uniklinik Münster.

Wie oft und wie lange sie ihre Eltern dann sitzend begleiten, das sei ganz unterschiedlich. „Buggyschäden gibt es jedenfalls nicht“, stellt Rödl klar. Angst davor, dass ihr Kind womöglich nie laufen wird, müssen Eltern gesunder Kinder ebenfalls nicht haben. „Die meisten wollen irgendwann nicht mehr im Buggy sitzen.“ Darauf sollten Eltern dann auch hören.

In der Zwischenzeit sei es sinnvoll, den Buggy anzubieten, aber nicht aufzuzwingen, sagt Rödl. „Ein Kind, das müde ist und nicht mehr laufen mag, darf natürlich sitzen.“ Eines, das gern läuft, sollte das auch dürfen.

Laufende Kinder brauchen Zeit

An Grenzen stößt diese Erziehungsmethode mitunter in einem stressigen Alltag – wo Eltern mit Kind schnell von A nach B müssen. „Da gilt es, Kompromisse zu finden“, rät der Experte. Wenn kleine Kinder laufen, brauchen sie dafür nämlich Zeit. Und man muss bedenken, dass sie drei Schritte machen, wo Mutter und Vater nur einen machen. „Ich sage immer: Überlegen Sie, ob Sie die dreifache Strecke auch laufen würden. Wenn nicht, muss man das auch dem Kind nicht unbedingt abverlangen.“

Von dpa/RND/ang

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