Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft EU will Schutz vor billigem Stahl aus China verbessern
Nachrichten Wirtschaft EU will Schutz vor billigem Stahl aus China verbessern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:10 26.05.2016
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf dem Gipfel sieben großer Industrienationen (G7) im japanischen Ise-Shima. Quelle: Toru Hanai / Pool
Anzeige
Ise-Shima

Eine solche Einstufung würde China vor teuren Anti-Dumping-Klagen schützen.

"Die globalen Überkapazitäten im Stahlbereich sind eine große Sorge für die Europäer", sagte Juncker. Die Stahlflut habe in Europa schon tausende Arbeitsplätze gekostet. Die Überkapazitäten in China seien nach Schätzungen doppelt so groß wie die gesamte EU-Stahlproduktion. "Wir haben klar gemacht, dass wir unsere Schutzmechanismen im Handel ausweiten werden", sagte Juncker. Die EU-Kommission wolle als nächstes einen Bericht über die Auswirkungen einer Einstufung Chinas als Marktwirtschaft vorlegen.

Der Streit um das Dumping und die europäische Weigerung, China den Marktwirtschaftsstatus zu gewähren, droht zu einem Handelskonflikt zu eskalieren. China hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits konkret mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die deutsche Wirtschaft und ihre Autobauer gedroht. Der Vertrag über Chinas Aufnahme in die Welthandelsorganisation (WTO) 2001 sicherte China den Status der Marktwirtschaft eigentlich bis Ende 2016 zu, doch wollen die Europäer das Versprechen nicht erfüllen, ohne mit China einen Kompromiss über weitere Schutzmechanismen gefunden zu haben.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der chinesische Online-Riese Alibaba ist ins Visier der US-Regulierer geraten.

Die Börsenaufsicht SEC habe Ermittlungen eingeleitet, um mögliche Verstöße gegen Wertpapiergesetze zu prüfen, räumte das an der New Yorker Börse notierte Unternehmen am Mittwoch in seinem Jahresbericht ein.

26.05.2016

Zehntausende Geringverdiener werden enttäuscht sein: Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts können Sonderzahlungen auf den Mindestlohn angerechnet werden. Die Verbesserungen durch die 8,50 Euro pro Stunde fallen dann eher gering aus.

25.05.2016

Auftatmen im griechischen Schuldendrama: Im Sommer droht kein Staatsbankrott. Im Konflikt um Schuldenerleichterungen setzen sich die Europäer gegen den Weltwährungsfonds durch.

25.05.2016
Anzeige