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Wirtschaft Edeka verbannt Nestlé-Artikel aus den Regalen
Nachrichten Wirtschaft Edeka verbannt Nestlé-Artikel aus den Regalen
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13:29 11.03.2018
Edeka setzt den Schweizer Konzern Nestlé unter Druck. Quelle: dpa
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Genf

Insgesamt 160 Artikel verbannt der europäische Handelsverband Agecore, zu dem auch Edeka gehört, aus den Regalen seiner Supermärkte. Darunter unter anderem Produkte der Marken Wagner Pizza, Bübchen, Maggi und Vittel. Das berichtet die „Lebensmittel Zeitung“. Mit der Maßnahme will Agecore offenbar bessere Konditionen erzwingen. Andere Händler würden von Nestlé günstiger beliefert, moniert das Bündnis aus Edeka, Intermarché, Coop, Conad, Eroski und Colruyt.

„Wir wollen, dass wir gegenüber dem Ausland und anderen Abnehmern nicht benachteiligt werden“, sagte Coop-Sprecher Urs Meier dem Schweizer „Handelsblatt“. Nur so könne man Kunden weiterhin einen attraktiven Sortimentmix bieten, hieß es weiter.

Wie die „Lebensmittel Zeitung“ weiter berichtet, will Agecore nicht nur die Nachbestellungen einstellen, sondern Nestlé-Produkte künftig auch besonders günstig anbieten, um den Konzern weiter unter Druck zu setzen. Zuletzt seien Verhandlungen zwischen Nestlé und Edeka gescheitert.

Auch Lidl und Real setzen Hersteller unter Druck

Im Rahmen der regelmäßigen Preisverhandlungen zwischen Händlern und Herstellern sind vorübergehende Auslistungen von Produkten, aber auch die zeitweilige Einstellung der Belieferung durch die Hersteller nicht ungewöhnlich. So suchten Kunden der Supermarktkette Real im Sommer 2015 zeitweise vergeblich nach etlichen Produkten von Dr. Oetker, Nestlè oder Müller Milch. Erst als sich Händler und Hersteller im Streit über die künftigen Lieferkonditionen geeinigt hatten, füllten sich die Regale wieder.

Ein Jahr zuvor hatte der Discounter Lidl Schlagzeilen gemacht, als er Coca Cola für gut zwei Monate aus den Regalen schmiss. Die Begründung damals: „Streit um ein Vermarktungskonzept“. Und auch bei anderen Ketten fehlen immer wieder mal bekannte Marken, wenn sich Hersteller und Händler gerade nicht über Konditionen einigen können. „Das gehört zum normalen Geschäft“, heißt es in der Branche.

Von RND/are/dpa

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