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Wirtschaft US-Börsenaufsicht verklagt Elon Musk
Nachrichten Wirtschaft US-Börsenaufsicht verklagt Elon Musk
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07:30 28.09.2018
Elon Musk, Tesla Chef und SpaceX Gründer. Quelle: Chris Carlson/AP/dpa
Detroit

Die US-Börsenaufsicht strebt die Absetzung von Tesla-Chef Elon Musk als Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer des E-Autobauers an. In einer Klage warf sie Musk am Donnerstag (Ortszeit) vor Gericht in Manhattan Wertpapierbetrug wegen irreführender Stellungnahmen über Pläne vor, das Unternehmen privatisieren zu wollen.

Schlüsselelemente dieser Pläne, darunter etwa der Preis, seien mit Investoren weder besprochen noch verabredet worden, ging aus der Klageschrift der SEC hervor.

Am 7. August hatte Musk in einem überraschenden Tweet erklärt, er erwäge, Tesla bei einem Aktienkurs von 420 Dollar zu privatisieren und damit für Turbulenzen an der Börse gesorgt. Die Finanzierung sei bereits gesichert, schrieb Musk in dem kurzen Eintrag. Später im Monat kündigte Tesla dann an, die Privatisierungspläne seien verworfen worden.

Elon Musk „diskutierte den Inhalt seiner Aussagen mit niemandem“

Die Aufsichtsbehörde warf Musk nun vor, falsche und irreführende Aussagen über Tesla während eines laufenden Handelstags gemacht zu haben. „Er diskutierte den Inhalt seiner Aussagen mit niemandem, bevor er sie an seine mehr als 22 Millionen Twitter-Follower und jeden anderen mit Internetzugang veröffentlichte.“ Die Aussagen seien auf Grundlage unbegründeter Annahmen gemacht worden und hätten jenen Fakten widersprochen, die Musk bekannt gewesen seien.

Das Unternehmen Tesla und dessen Vorstand gaben in einer gemeinsamen Stellungnahme bekannt, hinter Musk als Geschäftsführer zu stehen. Sie vertrauten ihm, seiner Integrität und Führung, teilten sie am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Der Schwerpunkt des Konzerns bleibe, die Produktion des Tesla Models 3 anzukurbeln und „für unsere Kunden, Anleger und Mitarbeiter zu liefern“.

Elon Musk bezeichnet Vorgehen als ungerechtfertigt

Auch Musk selbst äußerte sich am Donnerstag und bezeichnete das Vorgehen der SEC als ungerechtfertigt. Er habe stets im besten Interesse von Wahrheit, Transparenz und Investoren gehandelt, erklärte der Konzernchef. Integrität sei einer der wichtigsten Werte in seinem Leben und die Fakten würden zeigen, dass er ihn niemals missachtet habe.

Am Donnerstag fiel Teslas Aktienkurs im nachbörslichen Handel um elf Prozent auf 273,56 Dollar. Vor Börsenschluss war die Aktie um zwei Prozent auf 307,52 Dollar gefallen.

Von RND/AP