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Wirtschaft Eon meldet 16 Milliarden Euro Verlust
Nachrichten Wirtschaft Eon meldet 16 Milliarden Euro Verlust
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08:58 15.03.2017
Die Folgen der Energiewende haben beim Versorger Eon zum höchsten Verlust in der Firmengeschichte geführt. Quelle: dpa
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„Die Bilanz des Übergangsjahres 2016 ist eine Zäsur, die den Weg von Eon in die neue Energiewelt frei macht“, erklärte Eon-Chef Johannes Teyssen laut einer Mitteilung des Unternehmens. Der Konzern habe einen Schlussstrich gezogen und sich von den „Lasten der Vergangenheit“ befreit. „Damit können wir uns nun voll und ganz auf unsere Kunden in den drei Kerngeschäften Energienetze, Kundenlösungen und Erneuerbare Energien konzentrieren.“

Als Beispiele für die „Lasten der Vergangenheit“ nannte das Management die Abspaltung von Uniper und die Verständigung mit dem Bund über die Finanzierung des Kernenergieausstiegs. „Beide Faktoren hinterließen deutliche Spuren in der Bilanz, schaffen aber die Voraussetzungen für Eons Aufbruch in die neue Energiewelt“, teilte der Konzern mit.

Die Aktionäre bekommen den größten Verlust in der Firmengeschichte direkt zu spüren: Die Dividende soll von zuletzt 0,50 Euro je Anteilsschein auf 0,21 Euro für 2016 schrumpfen. Für das laufende Jahr will Eon wieder 0,30 Euro zahlen. 2015 hatte Eon bereits einen Fehlbetrag von annähernd 7 Milliarden Euro verbucht.

Die bevorzugte Einspeisung von Solar- und Windstrom hat die Preise im Großhandel kaputt gemacht, Eon musste viele Milliarden auf seine Kraftwerks-Beteiligung Uniper abschreiben. Hinzu kommen die Belastungen aus dem Atomausstieg. Eon wird Mitte des Jahres rund 10 Milliarden Euro an den staatlichen Atomfonds überweisen.

Eon will 1000 Stellen in Deutschland streichen

Nach dem höchsten Verlust der Firmengeschichte wird Eon Stellen abbauen. Konzernweit dürften bis zu 1300 Arbeitsplätze wegfallen, davon etwa 1000 in Deutschland, erklärte das Unternehmen. Damit einher geht ein interner Umbau. Ab dem Jahr 2018 sollen so dauerhaft 400 Millionen Euro eingespart werden. Aktuell hat Eon insgesamt rund 43.000 Mitarbeiter.

„Wir müssen Eon maßgeblich verändern, aber wir werden die mit einem Höchstmaß an Respekt gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern machen“, versprach Teyssen. Geplant sind Regelungen zum Vorruhestand, Abfindungen und die Möglichkeit, für bis zu vier Jahre in eine Qualifizierungs- und Transfergesellschaft zu wechseln.

Von dpa/RND

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