Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° stark bewölkt

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Euroschwäche hilft Siemens

Elektro Euroschwäche hilft Siemens

Der Elektrokonzern Siemens bekommt das schwächere Marktumfeld zu spüren und kämpft mit anhaltenden Problemen in der Stromerzeugungssparte. Im dritten Geschäftsquartal schnitt Siemens beim Gewinn auch wegen der Kosten für den Personalabbau schlechter ab als im Vorjahreszeitraum.

Voriger Artikel
US-Wirtschaft wächst im zweiten Quartal um 2,3 Prozent
Nächster Artikel
Deutsche Bank nach Gewinnsprung vor harten Einschnitten

Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser.

Quelle: Rainer Jensen/Archiv

München. Die Neuausrichtung des Unternehmens gehe weiter voran, sagte Konzernchef Joe Kaeser. "Wir wissen aber, dass noch sehr viel zu tun ist. Die kurzfristigen Marktbedingungen sind dabei nicht sehr hilfreich", erklärte er in einer Telefon-Konferenz.

Sorgen bereitet dem Siemens-Chef die Wachstumsschwäche in China. Der erwartete Schlussspurt im vierten Quartal sei für den Konzern aber bereits sichtbar.

Am Vortag hatte es einen Bericht über angebliche Gespräche zwischen Siemens und dem kanadischen Verkehrstechnikhersteller Bombardier über ein Zug-Bündnis gegeben, den Bombardier aber dementierte. Auch Kaeser ließ durchblicken, dass es keine Gespräche gab. Siemens als integriertes Mobilitätsunternehmen sei sehr gut aufgestellt und beobachte die Bewegungen in der Branche genau. "Wir gehen hier mit einem gewissen Selbstbewusstsein an eine potenzielle Industrie-Konsolidierung heran."

Zwischen April und Juni legte der Umsatz des Konzerns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 18,8 Milliarden Euro zu, und der Auftragseingang stieg um vier Prozent auf 19,9 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte ergab sich dagegen ein Minus von 3 Prozent beim Umsatz und fünf Prozent beim Bestelleingang.

Unter dem Strich sank der Gewinn wegen der Umbaukosten und der Probleme im Stromerzeugungsgeschäft um zwei Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro. Im Schlussquartal könnten noch einmal bis zu 400 Millionen Euro an Kosten für den Personalabbau anfallen, sagte Finanzvorstand Ralf Thomas - 274 Millionen Euro waren es im dritten Quartal.

Kaeser, der seit zwei Jahren an der Siemens-Spitze steht, hatte dem Konzern eine neue Struktur verpasst: So wurde die Einteilung des Geschäfts in Sektoren aufgehoben und die Zahl der Divisionen reduziert. Der Umbau kostet tausende Jobs. Zusammen mit geplanten Stellenstreichungen in der Stromerzeugungssparte (Power and Gas), über die noch mit Arbeitnehmervertretern verhandelt wird, plant Siemens den Abbau von mehr als 13 000 Jobs.

Im dritten Geschäftsquartal stand die Sparte Power and Gas, die mit der Flaute im Geschäft für große Gasturbinen kämpft, weiter unter Druck: So brach der Auftragseingang bereinigt um Währungseffekte um gut ein Fünftel ein. "Das Umfeld bleibt herausfordernd angesichts weltweiter Überkapazitäten und aggressiven Verhaltens der Wettbewerber", sagte Kaeser.

Auch im Windkraftgeschäft lag Siemens bei den Bestellungen weit hinter dem Vorjahreszeitraum zurück, der allerdings einen Großauftrag enthalten hatte. Im vierten Quartal könnte sich der Auftragseingang hier wieder auf fast zwei Milliarden Euro summieren, sagte Kaeser.

Eine Nachfrageschwäche macht zudem der Sparte Prozess-Industrie und Antriebe zu schaffen. Richten solle es ab 1. Oktober ein neuer Chef: Der 54-jährige Jürgen Brandes tritt die Nachfolge von Peter Herweck (48) an.

Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr (30. September) bekräftigte Kaeser. Der Gewinn soll demnach um mindestens 15 Prozent steigen. Im industriellen Geschäft geht Siemens weiterhin von einer Ergebnismarge von 10 bis 11 Prozent aus.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 11.188,50 +0,08%
TecDAX 1.742,50 +0,55%
EUR/USD 1,0583 -0,29%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 76,69 +2,79%
FRESENIUS... 69,95 +2,42%
Henkel VZ 109,13 +1,67%
DT. BANK 17,50 -2,33%
THYSSENKRUPP 23,78 -1,18%
VOLKSWAGEN VZ 126,93 -0,91%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Stabilitas PACIFIC AF 164,92%
Structured Solutio AF 163,72%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 112,08%
Fidelity Funds Glo AF 98,25%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr