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Nachrichten Wirtschaft Fahrer steuerte seinen Tesla mit aktivierten Autopilot
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13:46 01.04.2018
Laut Polizei kollidierte der Wagen mit zwei weiteren Autos, deren Insassen unverletzt blieben. Quelle: AP
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New York

Neue Erkenntnis um einen tödlichen Unfall mit einem Elektrowagen von Tesla: Bei dem Fahrzeug war das halbautonome Fahrassistenzsystem eingeschaltet, ehe es gegen eine Leitschutzplanke prallte, wie das Unternehmen bestätigte. Der beim Unfall getötete Fahrer habe aber sechs Sekunden vor dem Aufprall trotz Warnsignalen des Wagens nicht seine Hände am Steuer gehabt. Der Autopilot lässt nach Firmenangaben den Wagen die Geschwindigkeit halten, ermöglichst Spurwechsel und automatisches Parken. Doch müssten Fahrer weiter auf das Verkehrsgeschehen achten und die Hände am Steuer behalten, um gegebenenfalls die Kontrolle zu übernehmen.

Fahrzeugprotokolle hätten gezeigt, dass der Fahrer nichts unternommen habe, um den Aufprall an der Leitschutzplanke zu verhindern. Laut Polizei kollidierte der Wagen mit zwei weiteren Autos, deren Insassen unverletzt blieben. Der Tesla fing Feuer. Der Unfall ereignete sich im kalifornischen Mountain View. Bei dem Toten handelte es sich um einen 38-jährigen Apple-Softwareingenieur.

„Nichts davon ändert etwas an der Tatsache, wie verheerend ein solcher Vorfall ist oder wie sehr wir mit den Angehörigen des Kunden leiden“, betonte Tesla in einer Stellungnahme vom Freitag. Die Firma nahm ihr Autopilotsystem in Schutz. Es könne zwar nicht alle Unfälle verhindern, doch mache es diese unwahrscheinlicher als bei Autos ohne eine solche Vorrichtung.

Die US-Bundesbehörde für Transportsicherheit hat eigene Ermittlungen zu dem tödlichen Vorfall aufgenommen. Zudem prüft sie einen anderen Unfall mit einem Tesla-Wagen im Januar: Er könnte im Autopilotmodus unterwegs gewesen sein.

Von AP/RND

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